Rechercher dans ce blog

Tuesday, January 3, 2023

Experte zu Virus-Infekten: Warum so viele krank sind und was helfen kann - zdf.de

Die Grippewelle ist dieses Jahr besonders stark. Immunologe Tim Niehues erklärt, warum gerade so viele krank sind und was bei solchen Virus-Infekten helfen kann.

Eine Frau mit Fieberthermometer in der Hand telefoniert.
Diesen Winter sind besonder viele Menschen krank. Ein Experte erklärt, warum das so ist.
Quelle: Colourbox.de

Eine Grippewelle hat Deutschland im Griff und RS-Viren bringen viele Kinder auf Intensivstationen. Als Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin im Helios-Klinikum in Krefeld erfährt Tim Niehues das aus erster Hand. Welche Rolle das Immunsystem dabei spielt, erklärt er im Interview.

ZDFheute: Ist unser Immunsystem anfälliger als in den Jahren zuvor?

Tim Niehues: Nein: Das Immunsystem hat sich ja nicht geändert. Durch die Maßnahmen, die in der Pandemie stattgefunden haben, ist es zu weniger Infektionen gekommen. Das ist jetzt nicht so wahnsinnig überraschend.

ZDFheute: Aber warum gibt es in diesem Jahr so viele Infektionen?

Niehues: Aktuell werden die Infektionen nachgeholt, die in den letzten Jahren ausgeblieben sind. Jedes Jahr durchlaufen Virusinfektionen die Bevölkerung. Und immer dann, wenn ich eine Erkältung oder Infektion bekomme, dann wird mein Immunsystem geboostert.

In der Wintersaison ab und zu mal einen Infekt zu haben, ist wahrscheinlich gar nicht so schlecht.
Tim Niehues

Die Immunität an den Schleimhäuten ist das Entscheidende. Wenn ich viele Zellen und gut trainierte Antikörper in der Schleimhaut habe, dann werde ich zwar immer noch krank werden, aber nicht so krank, dass ich sterbe oder auf die Intensivstation muss.

ZDFheute: Warum sind so viele Kinder krank? Ist deren Immunsystem schlechter?

Niehues: Die Annahme, dass Kinder ein besonders schlechtes Immunsystem haben, ist falsch. Das Immunsystem der Kinder hat sehr viele sogenannte naive T-Lymphozyten. Das sind Zellen des Immunsystems, die an zentraler Stelle entscheidend sind. Kinder haben also eigentlich ein sehr gutes Immunsystem.

Das, was Kinder nicht haben, ist die Erfahrung mit Krankheitserregern. Die müssen alle Virusinfektionen erst einmal durchmachen und immer, wenn man das erste Mal eine Virusinfektion durchmacht, ist es natürlich potenziell gefährlich. Die Kinder sind aber besonders gut dafür ausgerüstet. Dass ein Kind im Frühkindesalter an einer Viruserkrankung verstirbt, ist eine Seltenheit.

ZDFheute: Wie arbeitet das Immunsystem?

Niehues: Die Viren wandern durch die Nasenschleimhaut durch und schon in den ersten Stunden setzt das Immunsystem ein. Und dieses wichtige Immunsystem mit den T-Lymphozyten setzt nach etwa einem Tag ein. Ein Teil der Zellen, die am ersten Tag schon reagieren, legt das Immunsystem sozusagen in einen Banktresor in der Schleimhaut ab.

Wenn man sich dann noch einmal mit dem gleichen Virus infiziert, wird der Tresor geöffnet und man hat bereits ausgebildete Zellen, die direkt die Viren bekämpfen können. So wird in den ersten Tagen nach der Infektion ein Gedächtnis gebildet.

ZDFheute: Wie kann man sich vor schweren Erkrankungen schützen?

Niehues: Impfungen - man darf die nicht so schwarz-weiß sehen. Eine Impfung schützt mich nicht vor einer Infektion. Aber wenn ich dann das richtige Virus bekomme, werde ich nicht so krank wie bei einer ersten Erkrankung ohne Impfung. Dieses erste Mal nehme ich durch die Impfung vorweg.

ZDFheute: Was sind alltägliche Maßnahmen?

Niehues: Wenn man jetzt hundert Prozent vermeiden will, krank zu werden, muss man sich tatsächlich in Isolation begeben. Das geht aber ja auch nicht. Ein gewisser Kontakt mit Leuten ist notwendig.

Meiner Meinung nach können wir auch nicht alle mit Masken rumlaufen. Im Krankenhaus müssen wir das, um Vulnerable zu schützen. Es ist sehr schwierig, sich komplett gegen Virusinfektionen zu schützen, und sinnvoll ist das auch nicht.

Die Bevölkerung braucht die Virusinfektion hin und wieder mal, um das Immunsystem zu boostern.
Tim Niehues

ZDFheute: Man sollte also die Angst davor nehmen, krank zu werden?

Niehues: Absolut richtig. Angst ist kein guter Berater. Man hat natürlich Situationen, wo man auf keinen Fall eine Virusinfektion haben will. Dann ziehe ich halt mal eine Maske an für zwei Tage. Oder wenn ich einen kranken Freund besuche, macht das natürlich auch Sinn. Aber sonst kann man nicht viel dran ändern.

ZDFheute: Wann ist das Immunsystem überlastet?

Niehues: Wenn ich mich körperlich extrem anstrenge, habe ich ein Kaloriendefizit und bin anfälliger. Auch bei psychischem Stress kann das passieren.

Das Immunsystem und das Gehirn sind eng miteinander verbunden. Da gibt es zahlreiche Botenstoffe - die kommunizieren zwischen Gehirn und Immunsystem. Und wenn gewisse Botenstoffe vom Gehirn nicht gebildet werden, dann kann das auch Auswirkungen auf das Immunsystem haben.

Das Immunsystem ist hochkomplex. Wenn man das aufzeichnen will, ist das ein U-Bahn-Plan von New York und noch viel, viel komplizierter.
Tim Niehues

ZDFheute: Wie wird man schnellstmöglich wieder fit?

Niehues: Der Körper braucht für die Bekämpfung der Infektion Kalorien. Man muss jetzt nicht tonnenweise essen, aber man sollte nicht so viele Kalorien auf andere Dinge verwenden. Man sollte sich also nicht zu früh voll belasten.

Wenn man akute Atemprobleme hat, hilft es, sich mal aufzusetzen, weil dann die Luft leichter einströmt. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, ein bisschen körperliche Aktivität zu behalten, weil man sich sonst Thrombosen holen kann. Genug Flüssigkeit zu trinken, ist auch wichtig.

Die Medikamente für die viralen Infektionen sind fast alle nicht brauchbar.
Tim Niehues

Das Interview führte Josua Schwarz.

Adblock test (Why?)


Experte zu Virus-Infekten: Warum so viele krank sind und was helfen kann - zdf.de
Read More

Arbeitsmarkt: Arbeitslosenquote steigt saisonbedingt auf 5,4 Prozent – So viele Erwerbstätige wie noch nie - Handelsblatt

Mitarbeiter eines Maschinenbauers

Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte einen historischen Höchststand.

(Foto:&#160dpa)

Nürnberg, Berlin Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember 2022 saisonbedingt auf 2,454 Millionen gestiegen. Das seien 20.000 mehr als im November und 124.000 mehr als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent.

„Die Arbeitslosigkeit hat im Dezember wie in diesem Monat üblich mit Beginn der Winterpause zugenommen“, sagte BA-Chefin Andrea Nahles. Bereinigt um jahreszeitliche Einflüsse sei die Erwerbslosenzahl aber um 13.000 gesunken.

Für das zurückliegende Jahr zog die BA eine positive Bilanz. Die Folgen des russischen Krieges gegen die Ukraine mit Preisanstiegen, Unsicherheiten und Fluchtmigration hätten durchaus Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen, erklärte Nahles. Diese seien angesichts des Ausmaßes der Belastungen aber moderat ausgefallen. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung seien trotz des Ukrainekriegs deutlich gesunken.

Im Jahresdurchschnitt verzeichnete die BA einen Rückgang der Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr um 195.000 auf 2,418 Millionen. Die Zahl der Kurzarbeitenden sei 2022 voraussichtlich auf rund 430.000 gesunken, nach rund 1,85 Millionen 2021.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Allerdings lag der Zuwachs unter dem November-Durchschnitt der drei Vorkrisenjahre 2017 bis 2019 von 93.000. „Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte damit aber auch im Berichtsmonat November einen neuen historischen Höchststand, nachdem bereits im September und Oktober jeweils neue Höchstwerte zu verzeichnen waren“, erklärten die Statistiker. Im Vergleich zum November 2021 stieg die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland mit 1,0 Prozent oder 472.000 ähnlich stark wie im Vormonat.

Erwerbstätigkeit erreicht neuen Rekordwert

Derweil hat die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland im November ein Rekordhoch erreicht. Mit rund 45,9 Millionen waren so viele Personen in Beschäftigung wie nie zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das waren 78.000 oder 0,2 Prozent mehr als im Vormonat.

Einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes zufolge ist die Zahl der Erwerbstätigen auch im Schnitt des vergangenen Jahres auf ein Rekordniveau gestiegen – trotz Energiekrise, Rezessionssorgen und hoher Inflation.

Sie nahm um durchschnittlich 589.000 oder 1,3 Prozent auf rund 45,6 Millionen zu, weil vor allem Dienstleister wie Handel und Geschäfte nach dem Abflauen der Corona-Pandemie wieder mehr Mitarbeiter beschäftigen. „Das waren so viele wie noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990“, wie das Statistische Bundesamt bereits am Montag mitteilte. Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2019 von 45,3 Millionen Erwerbstätigen wurde damit um rund 292.000 überschritten.

>> Lesen Sie hier: Berufsstart in der Zeitarbeit ist oft genauso nachhaltig wie in anderen Branchen

2020 hatte die Coronakrise den zuvor über 14 Jahre anhaltenden Anstieg der Erwerbstätigenzahl beendet und zu einem Rückgang um 362.000 geführt, dem 2021 ein leichter Anstieg von 65.000 folgte. Experten gehen allerdings davon aus, dass der Höhepunkt bei der Beschäftigung schon bald erreicht werden dürfte, da die geburtenstarken Jahrgänge („Baby-Boomer“) das Rentenalter erreichen.

Arbeitslosenzahlen und Erwerbstätigkeit können sich unabhängig voneinander entwickeln, weil sie sich auf unterschiedliche Größen beziehen. So kann zum Beispiel eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen dazu führen, dass die Zahl der Erwerbstätigen steigt, ohne das die Arbeitslosigkeit sinkt – weil diese Frauen sich zuvor möglicherweise gar nicht arbeitslos gemeldet hatten.

Mehr: Arbeitslosigkeit kostete 2021 knapp 68 Milliarden Euro

Adblock test (Why?)


Arbeitsmarkt: Arbeitslosenquote steigt saisonbedingt auf 5,4 Prozent – So viele Erwerbstätige wie noch nie - Handelsblatt
Read More

Monday, January 2, 2023

Lambrecht: Verteidigungsministerin erntet Kritik für Neujahrsansprache - Politik - SZ.de - Süddeutsche Zeitung - SZ.de

Wenn sich Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) für das neue Jahr vorgenommen haben sollte, nur durch ihre politische Arbeit aufzufallen und nicht durch Pannen, dann ist ihr das deutlich missglückt. Der Grund: ein Silvester-Video mit irritierenden Aussagen zum Krieg in der Ukraine.

Lambrecht hat am Sonntag über einen als privat gekennzeichneten Instagram-Account ein Video geteilt, in dem sie das Jahr 2022 bilanziert. Ihre Sätze werden vom Pfeifen von Silvesterraketen und explodierenden Böllern überlagert. Lambrecht sagt, das Jahr 2022 habe uns vor "unglaubliche Herausforderungen" gestellt. "Mitten in Europa tobt ein Krieg. Und damit verbunden waren für mich ganz viele besondere Eindrücke, die ich gewinnen konnte, viele, viele Begegnungen mit interessanten und mit tollen Menschen. Dafür sage ich ein herzliches Dankeschön." Sie dankte zudem den über Neujahr arbeitenden Einsatzkräften.

Für ihre Rede im einsetzenden Silvesterfeuerwerk erntet die Ministerin viel Kritik, Spott und Entrüstung. Angesichts des Krieges in der Ukraine werfen viele Lambrecht mangelndes Gespür für die richtige Situation vor. Die CDU-Verteidigungspolitikerin Serap Güler legt Kanzler Olaf Scholz (SPD) nahe, Lambrecht zu entlassen.

Güler schreibt auf Twitter mit Hinweis auf den Ukraine-Krieg: "Jede weitere Minute, in der der Bundeskanzler an dieser Ministerin noch festhält und damit das Ansehen unseres Landes weiter beschädigt, geht auf sein Konto." Es gehe schon lange nicht mehr um die Außenwirkung einer Ministerin, sondern um Deutschlands Wahrnehmung in Europa und der Welt. "Wer soll uns so noch ernst nehmen?", so Güler.

Das Neujahrsvideo reiht sich ein in eine Vielzahl von Pannen der SPD-Ministerin. So ließ Lambrecht ihren Sohn mit dem Hubschrauber der Flugbereitschaft in den gemeinsamen Urlaub nachfliegen. Zwar bezahlte er den Trip aus eigener Tasche, die öffentliche Wirkung war jedoch verheerend. Außerdem wurde sie kurz nach Kriegsausbruch in der Ukraine in einem Nagelstudio gesichtet, was ihr als mangelndes Feingefühl für die Ernsthaftigkeit der Lage ausgelegt wurde. Zudem wirkt sie nach Ansicht vieler Beobachter so, als ob sie mit dem Amt überfordert sei und nie wirklich Verteidigungsministerin werden wollte.

Beim Anschauen des Lambrecht-Videos stellen sich mehrere Fragen

Überhaupt sind Politiker-Statements in Handykameras selten eine gute Idee. Das musste im März 2022 etwa Tobias Hans erfahren. Der damalige saarländische Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat für die bevorstehende Landtagswahl postete über Twitter ein kurzes Video, das er vor einer Tankstelle offensichtlich selbst aufgenommen hatte. Darin nannte er den Preis von 2,12 Euro für einen Liter Diesel "wirklich irre". Hans wurde zum Beispiel dafür kritisiert, dass er in seinem Video einen Gegensatz von Geringverdienern und "fleißigen Leuten" suggerierte. Wörtlich sagte er: "Das trifft jetzt nicht nur Geringverdiener, sondern das trifft wirklich die vielen fleißigen Leute, die tanken müssen, die ihre Dieselfahrzeuge tanken, die zur Arbeit fahren, die die Kinder zum Sport bringen". Viele Nutzer hielten Hans' Auftritt für peinlich, und bei der Landtagswahl brachte ihm der Handykamera-Einsatz für die Spritpreisbremse keine Punkte - die CDU stürzte ab, die SPD gewann die absolute Mehrheit.

Auch beim Anschauen des Lambrecht-Videos stellen sich mehrere Fragen: Wieso wirkt sie so unvorbereitet? Hat sich das Video vor dem Post niemand angeschaut und auf das Peinlichkeitspotenzial hingewiesen? Und sofern jemand versucht hat, Lambrecht vor der Veröffentlichung abzuhalten: Wieso hat sie nicht darauf gehört? Und schließlich: Warum hat sie das überhaupt gemacht? Eine Neujahrsbotschaft von der Verteidigungsministerin hätte vermutlich niemand vermisst.

Adblock test (Why?)


Lambrecht: Verteidigungsministerin erntet Kritik für Neujahrsansprache - Politik - SZ.de - Süddeutsche Zeitung - SZ.de
Read More

Viele Einsätze in Berlin: Thüringer verliert beide Unterarme durch Böller - n-tv NACHRICHTEN

In ganz Deutschland feiern die Menschen das neue Jahr ausgiebig mit Böllern und Raketen. Dabei kommt es zu zahlreichen Unfällen - in Leipzig stirbt ein 17-Jähriger beim Hantieren mit nicht zugelassenem Feuerwerk. Auch Polizei und Feuerwehr klagen über Beschuss bei Einsätzen.

Nach zwei Corona-Wintern haben die Menschen in Deutschland das neue Jahr wieder mit großen Mengen von Feuerwerk begrüßt - entsprechend viele Verletzte und mindestens einen Toten gab es in der Silvesternacht. Vielerorts berichteten Polizei und Feuerwehr über zahlreiche Angriffe auf Rettungskräfte. Die Berliner Feuerwehr erklärte, sie sei überrascht von "Masse und Intensität" der Angriffe - diese machten "fassungslos und traurig".

In Leipzig verletzte sich ein 17-Jähriger beim Hantieren mit nicht zugelassenem Feuerwerk tödlich, wie die Polizei mitteilte. Sie leitete ein Ermittlungsverfahren ein. In Thüringen im Landkreis Gotha verlor ein 42-Jähriger nach Angaben der Polizei durch die Detonation "einer Kugel- oder Rohrbombe" seine beiden Unterarme. Ein 21-Jähriger im Landkreis Schleiz experimentierte ebenfalls mit einer Kugelbombe - sie sei unkontrolliert explodiert und habe ihm eine Hand abgerissen.

Zwei Finger verlor ein 27-Jähriger in Jülich, der mehrere Feuerwerkskörper miteinander verklebt hatte. Das "selbst gebastelte Bündel Pyrotechnik" explodierte laut Polizei in der Hand des Mannes. Beim Zünden eines Feuerwerk-Artikels verletzte sich im baden-württembergischen Hohberg-Hofweier ein 38-Jähriger so schwer im Gesicht, dass er mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden musste.

Verbrennungen bei zweijährigem Kind

Ein zweijähriges Kind traf es im nordrhein-westfälischen Unna: Der Junge war gegen Mitternacht mit seinen Eltern auf der Straße, als "ein pyrotechnischer Gegenstand in die Kapuze" des Kindes gelangte und explodierte, wie die Polizei erklärte. Mit Verbrennungen am Hinterkopf wird der Junge nun in einer Unfallklinik behandelt. Im nordrhein-westfälischen Erkrath wurde ein achtjähriger Junge von einem Silvesterböller schwer im Gesicht und an einer Hand verletzt.

Feuerwerkskörper verursachten zudem Brände etwa auf Balkonen und in Wohnungen. Vielerorts brannten auch geparkte Autos oder Müllcontainer. Im nordrhein-westfälischen Balve kam eine Frau bei einem Wohnungsbrand ums Leben; die Brandursache war allerdings zunächst unklar.

Polizeidienststellen im ganzen Land - wie etwa die Beamten in Düsseldorf - berichteten zudem von "stark alkoholisierten Personen, Randalierern, Streitigkeiten und Körperverletzungsdelikten". Es sei "die intensivste Silvesternacht der letzten Jahre" gewesen, erklärte etwa die mittelfränkische Polizei.

Beim Böllern auf einer Straße in Schönebeck in Sachsen-Anhalt wurde ein 42-Jähriger angefahren und dabei getötet. Der tödliche Verkehrsunfall ereignete sich Silvester kurz nach Mitternacht, wie die Polizei mitteilte. Der Mann sei vom Auto erfasst und mehrere Meter über die Fahrbahn geschleudert worden. Der Fahrer des Wagens hatte laut Polizei 1,86 Promille Alkohol im Blut.

Einsatzkräfte angegriffen

Vor allem in Berlin und in Hamburg wurden Einsatzkräfte und Fahrzeuge von Feuerwehr und Polizei angegriffen. Die Berliner Feuerwehr zählte bis Sonntagvormittag 38 Übergriffe. 15 Einsatzkräfte wurden demnach verletzt. Die Polizei in der Hauptstadt berichtete von 18 verletzten Polizeikräften. Sie nahm 98 Männer und fünf Frauen fest und leitete Ermittlungsverfahren wegen Brandstiftungsdelikten, Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, Landfriedensbruchs sowie tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein.

In Hamburg sprach die Feuerwehr von einer "erschreckenden Silvester-Neujahrs-Bilanz". Einsatzkräfte seien während der Silvesternacht mit Feuerwerkskörpern "aggressiv angegangen, regelrecht beschossen" worden.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte höhere Strafen für die Täter. "Die Angriffe auf Rettungskräfte und Polizisten sind eine Verrohung, die wir nicht akzeptieren können", sagte GdP-Vertreter Andreas Roßkopf der "Rheinischen Post". Die Strafen müssten "empfindlich hoch" sein. "Höher, als das jetzt der Fall ist." Roßkopf sprach sich für Böllerverbote in eng bebauten Innenstädten und im Bereich von Krankenhäusern aus. Von einem grundsätzlichen Verbot halte er aber nichts, sagte er der "Rheinischen Post".

Umwelthilfe fordert Böllerverbot

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) dagegen forderte nach "einer Nacht des Schreckens für Millionen Tiere und Menschen", den Verkauf und die Benutzung von Pyrotechnik zu Silvester zu verbieten. Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD) müssten "sofort" handeln. Die DUH rief dazu auf, sich dieser Forderung unter www.duh.de/boellerfrei anzuschließen.

Nach zwei Jahren Pause wegen der Corona-Pandemie durften in der Neujahrsnacht wieder Raketen und Böller gezündet werden. Zum Verkaufsstart am Donnerstag hatte es vor einigen Geschäften bereits am Morgen lange Schlangen gegeben. Im niedersächsischen Nordhorn stahlen in der Nacht zum Samstag Unbekannte auf einem Firmengelände Feuerwerkskörper im Wert von etwa 10.000 Euro.

Adblock test (Why?)


Viele Einsätze in Berlin: Thüringer verliert beide Unterarme durch Böller - n-tv NACHRICHTEN
Read More

Sunday, January 1, 2023

Viele Wolken und etwas Regen: Zum Wochenanfang bleibt es mild in Berlin und Brandenburg - Tagesspiegel

Die erste Woche im neuen Jahr startet mit vielen Wolken und etwas Regen in Berlin und Brandenburg. Vom Spreewald bis zur Niederlausitz bleibt es größtenteils trocken, wie der Deutsche Wetterdienst am Montagmorgen mitteilte. Das ungewöhnlich milde Wetter vom Wochenende setzt sich fort – die Höchsttemperaturen liegen zwischen 13 und 17 Grad Celsius. Ab dem Mittag frischt der Wind aus Südwesten auf.

In der Nacht zum Dienstag wird es wolkig und wechselhaft. Örtlich gibt es etwas Regen bei Temperaturen von 7 bis 5 Grad. Am Dienstag kühlt es spürbar ab. Es werden Temperaturen zwischen 6 und 10 Grad erwartet. Im Tagesverlauf bleibt es meist trocken.

In der Nacht zum Mittwoch ist es bedeckt bei Tiefstwerten bis drei Grad. Im Süden und Osten gibt es mancherorts Frost in Bodennähe um minus ein Grad. Am Mittwoch regnet es im Nordwesten Brandenburgs, mancherorts auch kräftig. Bei Höchstwerten zwischen acht und elf Grad gibt es örtlich stürmische Böen. (dpa)

Zur Startseite

Adblock test (Why?)


Viele Wolken und etwas Regen: Zum Wochenanfang bleibt es mild in Berlin und Brandenburg - Tagesspiegel
Read More

Jahreswechsel im Norden: Viel Geböller, viele Einsätze | NDR.de - Nachrichten - NDR.de

Stand: 01.01.2023 11:14 Uhr

Polizei und Feuerwehr in Norddeutschland sind in der Silvesternacht zu mehr Einsätzen ausgerückt als in den Vorjahren. Nach den Corona-bedingten Einschränkungen durfte wieder Feuerwerk gezündet werden.

Das erste "normale" Silvester nach zwei Jahreswechseln im Zeichen der Corona-Beschränkungen haben die Menschen im Norden teils ausgelassen gefeiert. Tausende Hamburgerinnen und Hamburger zündeten an den Landungsbrücken buntes Feuerwerk. Auch auf der Reeperbahn vergnügten sich einige tausend Feiernde, dicht an dicht gedrängt und aufgrund milder Temperaturen um 15 Grad sogar teilweise im T-Shirt.

Hamburger Feuerwehr: Viele Einsätze, aber keine größeren

Nach zwei recht stillen Silvesternächten hatten Polizei und Feuerwehr einen Jahreswechsel wie vor der Pandemie erwartet. Entlang der beliebten Partymeilen wurden Musik und Geböller häufig von Sirenen begleitet. "Es gab viele, viele Einsätze, aber keine größeren", sagte ein Feuerwehrsprecher am frühen Neujahrsmorgen. Es sei vor allem um brennende Balkone und Mülltonnen gegangen. Um dem hohen Einsatzaufkommen in der Silvesternacht gerecht zu werden, waren für Feuerwehr und Rettungsdienst zusätzlich 45 Rettungswagen und 10 Löschfahrzeuge unterwegs.

Polizei: "Streitereien, Schlägereien - das Übliche"

Weitere Informationen

Feiernde gehen über den Beatles-Platz und die Große Freiheit in der Silvesternacht im Hamburger Stadtteil St. Pauli. © picture alliance / dpa Foto: Marcus Brandt

Tausende feierten mit einem bunten Feuerwerk am Hafen und in den Stadtteilen. Polizei und Feuerwehr waren häufig im Einsatz. mehr

Die Polizei sprach von zahlreichen Einsätzen: "Streitereien, Schlägereien - das Übliche", wie es ein Polizeisprecher formulierte. Am U-Bahnhof Dehnhaide kam es aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Schlägerei mit etwa zehn Beteiligten. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurde ein Mann durch einen Messerstich im Oberkörper getroffen. Er kam schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Streit gab es auch an einer Bushaltestelle an der Dannerallee in Horn, wie NDR 90,3 berichtete. Dort hatten Jugendliche eine Rakete auf einen Mann gefeuert und ihn am Arm getroffen. Er schrie die jungen Leute an, bis einer der Jugendlichen den Mann mit der Schreckschusspistole bedrohte und ihm damit auf den Kopf schlug. Ein Rettungswagen brachte den Verletzten ins Krankenhaus. Kurz vor 1 Uhr standen etwa 50 Menschen um eine brennende Mülltonne in Hausbruch herum. Als Feuerwehrleute den Brand löschen wollten, wurden sie mit Böllern beworfen. Die Polizei nahm eine Person mit zur Wache. Zudem wurden dort die Scheiben von zwei parkenden Autos eingeworfen.

Niedersachsen: Attacken mit Pyrotechnik, vier verletzte Feuerwehrleute

Weitere Informationen

Einsatzkräfte der Polizei gehen bei Nacht am Leine Center in Laatzen in der Region Hannover auf einer Straße. (Archivbild vom 01.01.2022) © picture alliance/dpa Foto: Julian Stratenschulte

Unter anderem wurden Einsatzkräfte mit Pyrotechnik attackiert. In Hildesheim wurden zwei Kinder getroffen und verletzt. mehr

Mit viel privatem Feuerwerk haben die Menschen in Niedersachsen das neue Jahr 2023 begrüßt. In der Landeshauptstadt Hannover drängten sich Tausende Menschen im Zentrum. Überwiegend blieb es dabei friedlich, wie ein Sprecher der Polizei am Neujahrsmorgen vorläufig bilanzierte. Dennoch habe es viele Einsätze gegeben. Gegen mehrere Menschen wird wegen Verstößen gegen das Waffen- und das Sprengstoffgesetz ermittelt.

In Garbsen (Region Hannover) hätten sich zwei Gruppen Jugendlicher gegenseitig beschossen. Als die Polizei dazu kam, seien die Beamten attackiert worden, ehe die Täter flüchteten. Nach Mitternacht seien erneut in Garbsen Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Pyrotechnik beworfen worden. Vier Feuerwehrleute wurden leicht verletzt.

46-Jähriger schwer verletzt nach Böller-Detonation

Weitere Informationen

Ein brennendes Auto in Quakenbrück in der Silvesternacht © Nord-West-Media TV

1 Min

In Quakenbrück griff ein Feuer von einem Auto in einem Carport auf ein Wohnhaus über, Menschen wurden nicht verletzt. 1 Min

Infolge einer Böller-Detonation in Hannover-Ronnenberg wurde ein Mann schwer verletzt und musste notoperiert werden. In Hildesheim wurden mehrere Menschen durch Pyrotechnik leicht verletzt - darunter auch mindestens zwei Kinder. Unter anderem hatte ein Unbekannter gegen 0.30 Uhr Feuerwerksraketen in eine Menschengruppe auf der gegenüberliegenden Straßenseite abgefeuert. Dabei wurde ein zwölfjähriges Kind am Bein verletzt.

In Oldenburg, Osnabrück und Lüneburg mussten die Beamten laut Polizei zu kleineren Bränden, Schlägereien und Ruhestörungen ausrücken. Die Polizei in Braunschweig spricht von einer ruhigen Nacht. In Bremerhaven mussten zwischenzeitlich 40 Bewohnerinnen und Bewohner eines Mehrfamilienhauses wegen eines Brandes ihre Wohnungen verlassen.

Schleswig-Holstein: Toter durch Kohlenmonoxid-Vergiftung

Weitere Informationen

Silvester 2022 an der Kieler Hörn. © NDR

Laut Polizei und Feuerwehr gab es mehrere Verletzte durch Böller, ein Mann starb durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung. mehr

In Schleswig-Holstein mussten Polizei und Feuerwehr in der Silvesternacht zu Hunderten Einsätzen ausrücken. Ein 21-jähriger Mann kam ums Leben, nachdem er einen noch glimmenden Grill in die Wohnung in Neumünster gestellt hatte. Er erlitt eine Kohlenmonoxid-Vergiftung, wie Jörg Nero vom Landesfeuerwehrverband sagte. Seine 54 Jahre alte Mutter kam lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Ersten Erkenntnissen zufolge hatten die beiden auf dem Balkon gegrillt und anschließend den offenbar noch nicht abgelöschten Grill mit in die Wohnung genommen.

In Elmshorn rettete die Feuerwehr eine Person mit lebensgefährlichen Verletzungen aus einem brennenden Haus. Auch in Lauenburg, Neumünster und in Havetoft im Kreis Schleswig-Flensburg standen Häuser in Flammen. In Kiel-Elmschenhagen brannten außerdem mehrere Autos auf einem Parkdeck. Die Feuerwehr in Kiel erklärte, die Lage im Rettungsdienst sei am Silvestertag schon in den Nachmittagsstunden zeitweise angespannt gewesen. Auffällig waren demnach teils schwere Verletzungen durch Feuerwerkskörper.

Mecklenburg-Vorpommern: Einsatzzahlen auf Vor-Corona-Niveau

Weitere Informationen

Ein Kind in dicker Jacke hält zwei Wunderkerzen. © photocase Foto: criene

Die Einsatzkräfte mussten unter anderem wegen Ruhestörung, Auseinandersetzungen, Verkehrsunfällen und Bränden ausrücken. mehr

Auch in Mecklenburg-Vorpommern hatten die Einsatzkräfte gut zu tun. Das Polizeipräsidium Rostock registrierte rund 300 Notrufe, die meisten kurz nach dem Jahreswechsel. Die Polizei in den Inspektionsbereichen Stralsund, Anklam und Neubrandenburg verzeichnete in der Silvesternacht rund 200 Einsätze. Dazu zählten Ruhestörung, unsachgemäßes Abbrennen von Pyrotechnik und Auseinandersetzungen zwischen Feiernden. Die Zahl der Einsätze entspreche damit etwa wieder dem Niveau vor der Corona-Pandemie, teilten die Polizei mit. Etwa 40 Menschen wurden demnach bei Unfällen, beim Abbrennen von Feuerwerk oder bei Schlägereien verletzt.

In Grabow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) wurden nach Angaben der Polizei das Rathaus und umliegende Häuser massiv durch Pyrotechnik mit großer Sprengkraft beschädigt. Der Schaden wird auf 30.000 Euro geschätzt. In Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) brannte es in einer Wohnung, nachdem eine Feuerwerksrakete durch ein angekipptes Fenster in den Innenraum geflogen war. Vier Bewohner kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Ein weiterer Brand mit einem geschätzten Gesamtsachschaden von rund 150.000 Euro ereignete sich Carpin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). Hier brannten ein Carport und ein darunter abgestellter Pkw.

Weitere Informationen

Symbolbild zum Thema Jahresbeginn 2023 © picture alliance / Zoonar | DesignIt

Aus Hartz IV wird das Bürgergeld. Renten und Kindergeld steigen, aber auch die Beiträge für die Krankenkasse. mehr

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sitzt bei der Aufzeichnung der Neujahrsansprache im Kanzleramt in Berlin © dpa Pool/dpa Foto: Michael Kappeler

3 Min

Bundeskanzler Olaf Scholz spricht von einem schweren Jahr 2022, blickt aber auch mit Zuversicht auf 2023. Deutschland sei "ein Land, das sich unterhakt". 3 Min

Kleepflanzen mit einem kleinen Schornsteinfeger und der Jahreszahl «2023» stehen auf einem Transportwagen in einem Gartenbaubetrieb in Weener. © dpa-Bildfunk Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

In der Politik kommen langfristige Strategien und Perspektiven zu kurz, meint Stephan Richter. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 01.01.2023 | 08:00 Uhr

NDR Logo

Adblock test (Why?)


Jahreswechsel im Norden: Viel Geböller, viele Einsätze | NDR.de - Nachrichten - NDR.de
Read More

Bisherige Silvester-Bilanz in NRW: Viele Brände - WDR Nachrichten

Sauerland - Frau stirbt bei Brand in Wohnhaus

In einem Wohnhaus im sauerländischen Balve-Beckum (Märkischer Kreis) kam eine Frau ums Leben. Die 66-jährige Bewohnerin wurde am frühen Neujahrsmorgen während der Löscharbeiten tot aufgefunden, wie die Polizei mitteilte.

Das Gebäude hatte bereits beim Eintreffen der Rettungskräfte vollständig in Flammen gestanden und war nach dem Brand einsturzgefährdet. Die Ursache für das Feuer war zunächst nicht bekannt.

Vater und Tochter beim Raketen-Anzünden verletzt

In Essen im Statteil Katernberg verletzte sich ein Mann lebensgefährlich und seine achtjährige Tochter leicht, als sie zusammen Silvester-Raketen starten lassen wollten. Laut Polizei gingen die Feuerwerkskörper zu früh los. Beide wurden mit Verbrennungen in eine Spezialklinik in Bochum gebracht.

"Es gab massive Übergriffe auf die Feuerwehr." Christoph Riße, Feuerwehr-Sprecher Essen

Mehrmals wurden in der Silvester-Nacht Essener Feuerwehrleute mit Böllern und Raketen beschossen. Unter anderem im Stadtteil Freisenbruch: Dort war die Feuerwehr zu brennenden Müllcontainern gerufen worden. Vor Ort wurden die Einsatzkräfte dann massiv mit Feuerwerkskörpern beschossen. Schließlich bildete die Polizei zum Schutz der Kollegen eine Kette um den Einsatzort. Drei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr wurden durch Böller leicht verletzt.

Im Essener Stadtteil Steele wurde die Polizei beschossen, zwei Polizisten wurden leicht verletzt. Anlass ihres Einsatzes: Etwas 200 Menschen beschossen sich gegenseitig mit Feuerwerk. Insgesamt registrierte die Feuerwehr in Essen mit 391 Einsätzen mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr, als es wegen der Corona-Pandemie noch einige Einschränkungen gab.

In Bottrop verursachte eine fehlgeleitete Rakete bei einem elfjährigen Kind leichte Verbrennungen im Gesicht. Verletzungen an Hand und Gesicht durch Feuerwerkskörper erlitt ein 23-jähriger Mann in der Innenstadt.

Finger verloren, Augen verletzt

In Jülich im Kreis Düren hat ein Mann am Silvesterabend zwei Finger verloren. Nach Angaben der Polizei hatte der 27-Jährige mehrere zugelassene Knallkörper miteinander verklebt. Bei der Zündung explodierte das selbstgebastelte Bündel in der Hand des Mannes.

In Mönchengladbach verletzte sich ein zwölfjähriges Kind durch Feruerwerkskörper an den Augen. Es wurde in eine Spezialklinik nach Krefeld transportiert, wie die Feuerwehr mitteilte.

Die Einsatzkräfte im Hochsauerlandkreis sprachen in der Nacht von ungewöhnlich vielen, kleineren Bränden. Zum Beispiel brannten Carports, Balkone und Hecken. In Lüdenscheid im Sauerland brannte eine Autowerkstatt, in der mehrere Pkw standen.

Adblock test (Why?)


Bisherige Silvester-Bilanz in NRW: Viele Brände - WDR Nachrichten
Read More

Erneut viele Proteste gegen Rechtsextremismus in Niedersachsen - NDR.de

Stand: 01.02.2024 13:31 Uhr Wegen des Treffens von Rechtsextremisten in Potsdam haben in Niedersachsen Hunderttausende gegen Rechtsextremi...