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Tuesday, September 27, 2022

«Es tut gut, wieder so viele Gäste in Ischgl zu sehen» - travelnews.ch

Herr Köhle, wie blicken Sie auf den Anfang der Pandemie zurück, als Ischgl im medialen Fokus stand? Ist das alles schon Schnee von gestern?

Thomas Köhle: Da bleibt schon etwas hängen, wenn ein 1600-Seelen-Dorf für eine weltweite Pandemie verantwortlich gemacht wird, das macht mit den Leuten, die da wohnen, schon etwas. Beim Saisonabschluss war aber schön zu sehen, dass die Gäste wieder zurück sind, das hat Ischgl auch gebraucht, alleine für die Seele und die Emotionen, weil man nicht wusste, was der Shitstorm, der über uns hinwegfegte, bei den Gästen anstellt. Die Befürchtung war da, dass sie nicht mehr kommen. Doch offensichtlich waren die Gäste von dieser medialen Hetze nicht so aufgekratzt, um zu sagen, da fahren wir nie wieder hin. Der Ort war zum Schluss wieder knallevoll. Das hat gut getan, wieder so viele Gäste in Ischgl zu sehen.

Wird es Massenansammlungen in Après-Ski-Lokalen wie dem Kitzloch weiterhin geben?

Solche Massenansammlungen gibt es überall auf der Welt, wenn die Leute in den Urlaub fahren und Spass haben wollen. Wenn man den Leuten bietet, was sie haben wollen, für das muss man sich nicht entschuldigen. Es wurde noch nie jemand in ein Après-Ski-Lokal hinein gezwungen. Die Gäste sind alle freiwillig dort und zahlen einen anständigen Preis dafür, dass sie dort etwas zu trinken bekommen. Doch Ischgl ist viel mehr als Après-Ski: wir haben zehn Haubenlokale mit total 28 Hauben. Die würde es alle nicht geben, wenn die Leute, die zu uns kommen, nicht auch ein Herz für Kulinarik hätten. Entertainment und Spass ja, aber es wird unsere verstärkte Aufgabe sein, alles was es sonst noch bei uns gibt, in den Vordergrund zu stellen.

Wie verläuft die Gäste-Entwicklung in Paznaun-Ischgl in diesem Jahr?

Mit diesem Sommer sind wir sehr zufrieden. Verglichen mit 2021 liegen wir 11,5% vorne, zu 2019 sind wir bei + 0,6%.

Wie beurteilen Sie die Aussichten für die Wintersaison?

Die Buchungslage ist für die Winter-Hauptreisezeiten ist gut. In der Zwischen- und Nebensaison, gibt es schon noch Potenzial. Die Gäste wissen, dass sie in der Nebensaison ganz leicht Betten kriegen. Zudem herrscht in unsicheren Zeiten automatisch eine gewisse Zurückhaltung, da warten viele einfach noch ab.

Wir gross sind Ihre Sorgen wegen den Unsicherheiten Inflation, Budget, Energiepreise, …?

Wir haben Krieg in Europa, auch wenn dieser ein Stück weg ist von uns. Das sind nicht die besten Vorzeichen, um Ferien zu buchen. Was jeder merkt, das sind die Energiepreise. Vielleicht ist es bei der Ischgl-Klientel weniger ein Thema, aber wir haben noch drei weitere Orte im Tourismusverband. Und da könnten erhöhte Energiepreise ein Grund sein, den Urlaub zu verschieben.

Welche Erwartungen haben Sie, was den Schweizer Markt betrifft?

Die letzten zwei Jahre waren von Zurückhaltung geprägt. Aber wieso hätten die Schweizer in ein Land fahren sollen, das härtere Restriktionen kennt? So hatten wir 60 Prozent weniger Schweizer Gäste im Winter. Aber das war coronabedingt.

Werden für uns Schweizer Österreich-Ferien nun preisgünstiger wegen dem starken Franken oder gleichwohl teurer, weil alles teurer wird?

Es wird auf jeden Fall Preisanpassungen geben müssen. Dennoch ist es durchaus attraktiv in Samnaun-Ischgl Ski zu fahren. Denn dank dem starken Franken erhalten Schweizer bei uns sehr hohe Qualität zu sehr günstigen Preisen.

Welche Entwicklung erwarten Sie aus dem Markt Deutschland?

Deutschland ist der Hauptreisemarkt für uns mit über 50 Prozent Gästeanteil. Wenn man sich die aktuelle Situation in Deutschland mit deutlich steigenden Energiepreisen anschaut, muss man schon hoffen, dass diese Geschichte gut ausgeht. Noch merken wir es an den Winter-Buchungen nicht, aber möglicherweise gibt es Auswirkungen für den Sommer.

Stehen Innovationen und Neuerungen in Paznaun-Ischgl an?

Neu haben wir in Ischgl ab dem Saisonstart die Silvrettatherme, die alleine ca. 70 Millionen Euro gekostet hat. Dieses Grossprojekt kann die Silvretta Seilbahn AG aber nur deshalb stemmen, weil Gewinne der Bergbahn nicht ausgeschüttet werden, sondern Reserven für touristische Infrastruktur, und eben auch schwierigere Zeiten aufgebaut wurden. Neben Ischgl und Paznaun haben wir drei weitere Skigebiete im Paznaun mit Galtür, Kappl und See. In See wird aktuell eine neue Seilbahn gebaut, die das dortige Skigebiet immens aufwerten wird.

Verändern die Therme die Positionierung von Paznaun-Ischgl?

Wir werden einige Themen mehr spielen müssen. Was man in Paznaun-Ischgl kann, ist Winter. Das kann jeder ausgezeichnet. Nun haben wir eine top Infrastrukur an Seilbahnen und Hotels vor Ort, deren Auslastung aber nur während fünf, sechs Monaten sehr gut ist. Auf der anderen Seite zwingt uns auch die Mitarbeitersituation, dass man mindestens zwei Saisons bespielt. Der Mitarbeiter verlangt, dass er nicht nur im Winter einen Job hat, sondern auch im Sommer.

Wie machen Sie das?

Für uns heisst das, dass wir das Thema Sommersaison verstärkt angehen. Heuer werden wir beispielsweise den Golden Summit in den Herbst hinein ziehen, und versuchen, mit einzelnen Veranstaltungen diese «Zwischensaison» zu beleben. Nächstes Jahr wird es dann richtig ernst, und alle Seilbahnen bleiben bis zum 15. Oktober durchgehend in Betrieb. Wir hoffen, dass auch die Vermieter mitmachen und ihre Infrastruktur bis Mitte Oktober offenhalten. Mit der Therme, mit den Hütten und den Seilbahnen, haben wir so die Möglichkeit künftig auch Sommer und Herbst zu bespielen. Ischgl-Paznaun für 360 Tage lautet unser Thema. Bis auf zwei Monate, während denen man den Einheimischen und Mitarbeitenden auch mal eine Pause gönnen muss, werden wir versuchen, die Region über das ganze Jahr hinweg mit Themen zu bespielen, die es absolut wert sind, unsere Region zu besuchen. Der Winter funktioniert schon sehr gut, der Sommer mittlerweile auch ganz ansprechend. Spannend wird der Herbst. Da werden wir verstärkt auf die Schweiz setzen, in den langen Herbstferien sehen wir grossen Potenzial.

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"Viele Chefs haben Angst vor ihren Mitarbeitern": Wie man Ängste am Arbeitsplatz überwindet - STERN.de

Engagement hat viele spannende Gesichter - B.Z. – Die Stimme Berlins

Von

Jeden Dienstag erscheint die Berliner-Helden-Kolumne. Heute mit einem Beitrag von Claudia Berlin (72) aus Mahlsdorf.

Jeden Monat mache ich eine neue Bekanntschaft. Mal lerne ich eine Frau kennen, mal einen Mann, seltener ein Ehepaar, mal jung, mal älter, mal alt. Na und, werden Sie vielleicht sagen.

Doch die Menschen, die ich kennenlerne, sind etwas besonderes. Ausgezeichnet als Stern des Monats. Geehrt für besonderes Engagement im Ehrenamt vom Freiwilligenzentrum Sternenfischer in Treptow-Köpenick.

Seit gut fünf Jahren schreibe ich die Porträts, die auf der Homepage zu lesen sind und von verschiedenen Publikationen nachgedruckt werden. 62 solcher Texte sind inzwischen entstanden.

Als ich diese Aufgabe übernommen habe, war ich schon eine Zeitlang ehrenamtlich bei den Sternenfischern aktiv. Ein halbes Jahr, bevor ich in Rente gegangen bin, habe ich mich dort beraten lassen. Ich wollte das mit dem Ruhestand nicht wörtlich nehmen.

Das Angebot, in der hauseigenen Redaktion mitzuarbeiten und regelmäßig über ehrenamtliches Engagement zu berichten, war genau das Richtige für mich. Schließlich habe ich mehr als 40 Jahre journalistisch gearbeitet, da konnte ich meine beruflichen Erfahrungen einbringen.

Zahlreiche Artikel für das Magazin „Sternenzeit“ habe ich mittlerweile geschrieben, auch die Texte für zwei Ausstellungen, die Helden des Alltags vorgestellt haben. Am stärksten beeindrucken mich immer wieder die Begegnungen mit den „Sternen“.

Da ich die Texte in Ich-Form schreibe, ist es mir wichtig, ihnen persönlich zu begegnen und nicht nur einen Fragenkatalog zu schicken und aus den Antworten einen Text zu basteln. Meistens dauern die Gespräche eine ganze Stunde, gern auch mal länger.

Da lerne ich die ganze Bandbreite ehrenamtlichen Engagements kennen: Lastenrad-Paten, Wunschgroßeltern, Klimaschützer, Streitschlichter, Rikscha-Piloten, die Senioren durch ihren Kiez oder den Park kutschieren. Oder auch Menschen, die Analphabeten, Azubis mit Lernproblemen oder Kinder mit Behinderungen unterstützen. Und eine Menge mehr.

So unterschiedlich die „Sterne“ sind, eins haben sie alle gemeinsam: Sie wollen sich einbringen, Ideen verwirklichen, die Gesellschaft ein Stück voranbringen. So wie ich auch.

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Stärker Zuwachs als 2021: So viele Millionen leben nun in Deutschland - n-tv NACHRICHTEN

Die Statistiker geben bekannt: Zwar sterben in Deutschland mehr Menschen als Kinder geboren werden. Dennoch steigt die Zahl der Einwohner, besonders in einigen Gebieten. Das hat vor allem einen Grund.

In Deutschland leben nach vorläufigen Daten erstmals mehr als 84 Millionen Menschen. Im ersten Halbjahr 2022 wuchs die Zahl um 843.000 oder ein Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2021 war die Bevölkerungszahl nur um 82.000 Personen oder 0,1 Prozent gestiegen.

"Ausschlaggebend für die aktuelle Entwicklung ist der Zuzug von Geflüchteten aus der Ukraine infolge des russischen Angriffskriegs", erklärten die Statistiker. Den Angaben zufolge hatte es im ersten Halbjahr eine Nettozuwanderung von rund 750.000 Ukrainerinnen und Ukrainern nach Deutschland gegeben. Insgesamt lag die Nettozuwanderung demnach bei rund einer Million Menschen. Sie sei damit sieben Mal höher gewesen als im ersten Halbjahr 2021, hieß es.

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Gleichzeitig gab es laut den Daten mehr Todesfälle als Geburten, was sich dämpfend auf das Bevölkerungswachstum auswirkte: So starben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 161.000 Menschen mehr, als geboren wurden. Insgesamt war die Einwohnerzahl in allen Bundesländern gestiegen, regional jedoch unterschiedlich: Die höchsten Zuwächse gab es in Berlin (plus 1,3 Prozent) sowie Bayern und Hessen (jeweils plus 1,2 Prozent). Die niedrigsten Zuwächse wurden dagegen in Bremen (plus 0,5 Prozent), Thüringen (plus 0,6 Prozent) und im Saarland (plus 0,7 Prozent) verzeichnet.

Laut dem Bundesamt wurden die Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus 2011 berechnet. Sobald Ende 2023 die Ergebnisse des Zensus 2022 mit Stichtag 15. Mai veröffentlicht werden, soll das die neue Berechnungsbasis sein. Dadurch könnte womöglich die Einwohnerzahl nach unten auf weniger als 84 Millionen korrigiert werden. Die Zunahme der Bevölkerung im ersten Halbjahr 2022 werde allerdings davon nicht beeinflusst, hieß es.

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Monday, September 26, 2022

Engagement hat viele spannende Gesichter - B.Z. – Die Stimme Berlins

Von

Jeden Dienstag erscheint die Berliner-Helden-Kolumne. Heute mit einem Beitrag von Claudia Berlin (72) aus Mahlsdorf.

Jeden Monat mache ich eine neue Bekanntschaft. Mal lerne ich eine Frau kennen, mal einen Mann, seltener ein Ehepaar, mal jung, mal älter, mal alt. Na und, werden Sie vielleicht sagen.

Doch die Menschen, die ich kennenlerne, sind etwas besonderes. Ausgezeichnet als Stern des Monats. Geehrt für besonderes Engagement im Ehrenamt vom Freiwilligenzentrum Sternenfischer in Treptow-Köpenick.

Seit gut fünf Jahren schreibe ich die Porträts, die auf der Homepage zu lesen sind und von verschiedenen Publikationen nachgedruckt werden. 62 solcher Texte sind inzwischen entstanden.

Als ich diese Aufgabe übernommen habe, war ich schon eine Zeitlang ehrenamtlich bei den Sternenfischern aktiv. Ein halbes Jahr, bevor ich in Rente gegangen bin, habe ich mich dort beraten lassen. Ich wollte das mit dem Ruhestand nicht wörtlich nehmen.

Das Angebot, in der hauseigenen Redaktion mitzuarbeiten und regelmäßig über ehrenamtliches Engagement zu berichten, war genau das Richtige für mich. Schließlich habe ich mehr als 40 Jahre journalistisch gearbeitet, da konnte ich meine beruflichen Erfahrungen einbringen.

Zahlreiche Artikel für das Magazin „Sternenzeit“ habe ich mittlerweile geschrieben, auch die Texte für zwei Ausstellungen, die Helden des Alltags vorgestellt haben. Am stärksten beeindrucken mich immer wieder die Begegnungen mit den „Sternen“.

Da ich die Texte in Ich-Form schreibe, ist es mir wichtig, ihnen persönlich zu begegnen und nicht nur einen Fragenkatalog zu schicken und aus den Antworten einen Text zu basteln. Meistens dauern die Gespräche eine ganze Stunde, gern auch mal länger.

Da lerne ich die ganze Bandbreite ehrenamtlichen Engagements kennen: Lastenrad-Paten, Wunschgroßeltern, Klimaschützer, Streitschlichter, Rikscha-Piloten, die Senioren durch ihren Kiez oder den Park kutschieren. Oder auch Menschen, die Analphabeten, Azubis mit Lernproblemen oder Kinder mit Behinderungen unterstützen. Und eine Menge mehr.

So unterschiedlich die „Sterne“ sind, eins haben sie alle gemeinsam: Sie wollen sich einbringen, Ideen verwirklichen, die Gesellschaft ein Stück voranbringen. So wie ich auch.

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Teilmobilmachung läuft chaotisch: Viele melden sich, noch viel mehr verlassen Russland - Euronews

Überall in Russland spielen sich ähnliche Szenen ab: Zumeist junge Reservisten verabschieden sich von ihren Familien und steigen in Busse mit ungewissem Ziel. Im Prinzip erwartet sie eine kurze militärische Auffrischung, dann werden sie zum Kampf in die Ukraine geschickt.

Alles geht sehr schnell von der Einberufung bis zur Abfahrt. Viele können gar nicht fassen, was ihnen geschieht. "Heute Morgen haben wir die Vorladung erhalten", berichtet eine Frau. "Und jetzt sitzt er schon im Bus."

Die von Präsident Putin angeordnete Teilmobilmachung von 300.000 Wehrpflichtigen verläuft chaotisch. Alte, Kranke und sogar Tote wurden einberufen oder zur Einberufung zitiert. Sogar der Kreml hat Fehler eingeräumt und versprochen, diese zu korrigieren.

Doch der Unmut in der Bevölkerung wächst, Widerstand machen sich breit. Seit Tagen kommt es landesweit immer wieder zu Protesten und Angriffen auf Einberufungsstellen.

In der russischen Teilrepublik Dagestan im Kaukasus demonstrierten am Sonntag vor allem Frauen vor einer Polizeistation. Mehr als 100 von ihnen wurden verhaftet.

Um die Einberufung zu umgehen, reisen derzeit Zehntausende Männer fluchtartig aus Russland aus. An den Grenzen zu Georgien, Kasachstan, Finnland oder der Mongolei bildeten sich lange Autoschlangen.

Die Zeitung Novaya Gazeta berichtet unter Berufung auf russische Geheimdienstquellen, mehr als 260.000 Männer hätten das Land bereits verlassen. Groß ist die Angst, Putin könnte das Kriegsrecht ausrufen - dann wären die Grenzen für alle wehrfähigen Männer dicht.

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Viele in BW wollen nicht auf Lichter an Weihnachten verzichten - SWR Aktuell

Heizung runter, Lichter aus - für viele Menschen ist ein Weihnachten ohne Lichterkette gerade in Zeiten der Krise nicht vorstellbar. Genau das hat aber die Deutsche Umwelthilfe gefordert. Die Weihnachtsbeleuchtung solle dieses Jahr ausfallen - sowohl im Eigenheim als auch in der Stadt. In den sozialen Medien und auf der Straße wird schnell klar: Viele wollen die Nutzung der Lichter reduzieren, komplett verzichten will aber kaum einer.

Licht spendet vielen Menschen Trost in der dunklen Jahreszeit

"Ein schönes Weihnachtsfest mit der Familie, eine stimmungsvolle Beleuchtung, das Leben von Traditionen" - Dinge, die den Menschen Trost spenden, schreibt eine Userin unter einem Post von SWR Aktuell. Während des eher "eintönigen" und dunklen Winters und vor allem in Zeiten der Krise helfe Licht dabei, die "Sorgen kleiner erscheinen zu lassen".

Feste und Traditionen helfen den Userinnen und Usern, "ein wenig Normalität" zu spüren. Schon durch Corona seien die Menschen an Weihnachten eingeschränkt worden. Mit der Energiekrise und dem Krieg in der Ukraine wünschen sich viele Menschen eine "Ablenkung in Form von schöner Weihnacht und freudiger Beleuchtung". Einige wollen die Feiertage deshalb normal feiern - ohne Verzicht auf die Lichterketten.

Ähnlich sehen es die Menschen in Heilbronn-Franken:

User: Verzicht kann Weihnachten besinnlicher machen

Viele Menschen halten trotzdem eine Reduzierung der Weihnachtsbeleuchtung für angemessen. Das könne sogar Vorteile haben: Statt "greller Reizüberflutung" könne Weihnachten mit weniger Beleuchtung "besinnlicher" werden. Es könne schön sein, das Fest "achtsamer" als sonst zu feiern. "Übertriebene Beleuchtung" habe ohnehin nichts mit Weihnachten zu tun und "dient nur dem Kommerz."

Andere Userinnen und User weisen auf Alternativen hin: Solar und LEDs würden weniger Strom als herkömmliche Lichterketten verbrauchen. Einige Menschen wollen stattdessen Kerzen nutzen. Vollständig auf eine Beleuchtung verzichten will dennoch keiner der Userinnen und User.

Deutsche Umwelthilfe fordert Verzicht

Die Deutsche Umwelthilfe sieht das Sparpotenzial bei der Weihnachtsbeleuchtung etwas radikaler: "In diesem Winter sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sowohl auf die Weihnachtsbeleuchtung in Städten, als auch die der Häuser und Wohnungen verzichtet wird", sagte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Montag.

Private "Beleuchtungorgien" verursachten pro Jahr einen Stromverbrauch von über 600 Millionen Kilowattstunden Strom. "Das ist so viel wie eine mittlere Großstadt mit 400.000 Einwohnern im Jahr verbraucht." Dazu kämen die möglichen Einsparungen, wenn auch Städte und Gemeinde auf Weihnachtsbeleuchtung verzichten würden. Resch schlug einen beleuchteten Baum pro Stadt und Gemeinde vor.

Würde ein kompletter Verzicht der Umwelt helfen?

Aus Umweltsicht ist klar: Je weniger Strom verbraucht wird, desto besser ist es für das Klima. Im ersten Halbjahr 2022 stammte knapp ein Drittel des in Deutschland erzeugten Stroms aus klimaschädlichen Kohlekraftwerken. Außerdem würden Lichterketten jede Menge Elektroschrott bedeuten, weiß SWR-Redakteurin Stefanie Peyk: "Den könnte man vermeiden." Eine etwas dunklere Adventszeit könnte auch im Winter ein Zeichen gegen die Lichtverschmutzung setzen.

Laut der Verbraucherzentrale ist das Sparpotenzial besonders bei herkömmlichen Lichterketten hoch. Sie hat das am Beispiel einer Lichterkette mit 24 Lämpchen ausgerechnet: "Eine LED-Lichterkette verursacht in vier Wochen Stromkosten von etwa 40 Cent. Für eine Lichterkette mit Glüh- oder Halogenlämpchen müssen Sie in der gleichen Zeitspanne schon mit dem Zehnfachen, also 4 Euro, rechnen", so die Verbraucherzentrale.

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Städte und Gemeinden planen mit weniger Beleuchtung

Wegen der derzeitigen Energiekrise im kommenden Winter wollen Städte und Gemeinden ohnehin deutlich weniger Energie verbrauchen. Ein Ansatzpunkt sei auch hier die weihnachtliche Beleuchtung. Das Stuttgarter Rathaus soll zum Beispiel ohne Weihnachtsbeleuchtung auskommen. Auf dem Heidelberger Weihnachtsmarkt sollen an den Buden nicht mehr ganz so viele Lichter brennen wie normalerweise.

Innenstädte in Baden-Württemberg sind ohnehin schon dunkler als noch im vergangenen Jahr: Grund ist die Energiesparverordnung des Bundes, die seit dem 1. September 2022 gilt.

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Erneut viele Proteste gegen Rechtsextremismus in Niedersachsen - NDR.de

Stand: 01.02.2024 13:31 Uhr Wegen des Treffens von Rechtsextremisten in Potsdam haben in Niedersachsen Hunderttausende gegen Rechtsextremi...