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Tuesday, June 1, 2021

„Da tummeln sich viele Ältere“ - Frankfurter Rundschau

  • Sabine Hamacher

    vonSabine Hamacher

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Ursprünglich war Meet5 als Dating-App für Studierende gedacht – inzwischen nutzen vor allem über 40-Jährige das Portal, um neue Leute kennen zu lernen. Denn das wird bekanntermaßen nicht einfacher.

Schüchtern ist Rita nicht. Die 65-Jährige, die nur ihren Vornamen veröffentlicht sehen will, kann problemlos auf andere zuzugehen. Seit einiger Zeit Witwe, kam sie im vergangenen Jahr an einen Punkt, an dem ihr bewusst wurde, „dass ich mich wieder ins Leben stürzen wollte“. Aber wie Leute kennenlernen? Die Mainzerin sprach auf Spaziergängen Menschen an, die ihr allein entgegen kamen. Doch so richtig erfolgreich war das nicht, und Corona machte die Lage nicht einfacher.

Für Digitales aufgeschlossen, verglich Rita das Kennenlern-Potenzial verschiedener Sozialer Netzwerke und blieb dann bei „Meet5“ hängen. Von der App, die Studierenden das Ankommen in einer neuen Stadt erleichtern sollte, hatte sie in der Zeitung gelesen. Beim Ausprobieren freute sie sich darüber, „dass sich da unheimlich viele Ältere tummeln“. Genau das fiel auch Lukas Reinhardt immer stärker ins Auge. Gerade fertig mit dem BWL-Studium, hatte er die Dating-App zusammen mit Kai Burghardt und João Ferreira 2017 in Frankfurt gegründet, damals unter dem Namen „Go Crush“. Die Idee: „Wir dachten, es wäre cool, eine App zu machen, bei der man sich beim ersten richtigen Kontakt in die Augen schaut.“ Denn bei der App geht es nicht darum, online zu chatten – die Menschen treffen sich real. Und zwar nicht zu zweit, sondern in kleinen Gruppen – wegen der Sicherheit, aber auch, um eine lockere Atmosphäre zu schaffen, in der nicht von vornherein die Partnersuche im Mittelpunkt steht.

Meet5: Kleingruppen treffen sich zu Museumsbesuchen, Yoga oder zum digitalen Spieleabend

Doch bei den Studierenden, der ursprünglichen Zielgruppe, war der Bedarf offenbar nicht da. „Weil die jungen Leute einfach überall andere treffen, auf WG-Partys, im Hörsaal.“ Dagegen meldeten sich immer mehr Menschen über 40 an, eine Altersgruppe, in der das Kennenlernen schwieriger wird. „Die Vereinskultur ist ja so ein bisschen im Sterben“, sagt Reinhardt. Er und Informatiker Burghardt, der die App entwickelt hat – der dritte Mitgründer ist inzwischen ausgestiegen – konzentrieren sich mit dem Marketing seit eineinhalb Jahren ganz auf diese Zielgruppe. Im Schnitt sind die Nutzerinnen und Nutzer 52 Jahre alt; 70 Prozent sind Frauen. „Weil die Frauen einfach mutiger sind, eher etwas ausprobieren als die Männer“, glaubt Reinhardt.

So wie Rita. Nachdem sie ihr Profil eingerichtet und das Geschehen auf „Meet5“ einige Zeit beobachtet hatte, nahm sie eine Einladung zu einem abendlichen Austausch über Städtereisen an. Wegen Corona fand er online statt. „Es war eine wunderbare Gesprächsrunde unterschiedlichster Menschen“, schwärmt Rita, „es war wie in der Kneipe hocken“. Seither hat sie an Wanderungen teilgenommen, war bei digitalen Spieleabenden dabei, lernte kreatives Schreiben. Das Repertoire ist bunt, wie ein Blick ins Angebot zeigt: Museumsbesuche, Yoga, Radtouren, Vogelsuche mit dem Fernglas, Fitness, Single-Treffen nur für Männer. Es gibt aber auch eine italienisch sprechende Community oder Gruppen, die sich mit der Frage beschäftigen, wie gemeinschaftliches Wohnen im Alter aussehen kann.

Viele sind Singles, die Partnersuche steht aber nicht im Vordergrund

Und welche Rolle spielt die Partnersuche? Rund 100.000 Menschen haben die App deutschlandweit installiert; aktiv sind etwa 15.000 Nutzerinnen und Nutzer, vor allem im Rhein-Main-Gebiet. „Wir definieren uns selber nicht als Dating-App“, sagt Reinhardt. Aber: „Fakt ist natürlich, dass wir schon viele Singles haben.“ Laut Statistik 80 Prozent. Einige davon nutzen die App durchaus fürs Dating. Und da kommt die Bezahlvariante ins Spiel: An Gruppentreffen teilnehmen oder Leute dazu einladen ist kostenlos, aber wer Nachrichten im privaten Chat schreiben oder wissen will, wer sein Profil besucht, muss zahlen – knapp 100 Euro für sechs Monate. 95 Prozent der Userinnen und User nutzten die kostenlose Variante, sagt Reinhardt, „wir finanzieren uns quasi über die fünf Prozent, die zahlen“. Das Frankfurter Startup sei vor Corona auf dem Weg in die schwarzen Zahlen gewesen, das habe sich nun um ein paar Monate verzögert.

Lesen Sie auch: Gesellschaftlicher Zusammenhalt - „Wir müssen Filterblasen auch offline platzen lassen“

Zu denen, die zahlen, gehört auch Rita. Sie hat mittlerweile einen neuen Partner gefunden, „aber nicht durch ,Meet5‘“, wie sie betont. Über die App nimmt die 65-Jährige weiterhin wöchentlich mindestens an zwei Aktivitäten mit anderen teil. Und freut sich, dass sich ihre Online-Spielegruppe demnächst endlich „in echt“ treffen will.

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Viele Innenstadt-Parkplätze sind künftig kostenpflichtig - Radio Chemnitz

Am Dienstag ist in Chemnitz das neue Parkraumkonzept in Kraft getreten, das heißt, für viele Innenstadtparkplätze, die bisher kostenlos waren, muss künftig ein Ticket gelöst werden. Insgesamt hat die Stadt 40 Parkscheinautomaten angeschafft. Sie werden bis September nach und nach aufgestellt.

Auf diese Weise soll laut Baubürgermeister Michael Stötzer sichergestellt werden, dass die wenigen Parkplätze nicht von Dauerparkern belegt werden. Durch die Neubauten an der Bahnhofstraße fallen künftig viele Parkplätze in der City weg.

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Verzicht auf Corona-Maßnahmen: So viele Menschen müssen immun sein - RKI-Chef nennt Prozentzahl - inFranken.de

In der Corona-Pandemie hat der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) zu einem weiteren Absenken der Infektionszahlen über den Sommer aufgerufen. Mit den zuletzt sinkenden Fallzahlen und einer sich entspannenden Lage auf Intensivstationen gebe es zwar gute Nachrichten, sagte Lothar Wieler am Dienstag (01. Juni 2021) in Berlin. Aber auch wenn sich nun jeder Normalität und Alltag wünsche, sei die Pandemie noch nicht vorbei.

Wieler erinnerte daran, dass viele Millionen Menschen im Land noch nicht geimpft seien, daher seien nur vorsichtige Öffnungsschritte möglich. Anhand von Modellierungen gehe das RKI davon aus, dass bei kontrolliertem Öffnen kein weiteres exponentielles Wachstum der Fallzahlen zu erwarten sei und dass die Belastung auf den Intensivstationen in den nächsten acht Wochen immer niedriger werde.

Aktuell "großer Erfolg": Allerdings müssen sich noch mehr Menschen impfen lassen

Es sei ein großer Erfolg, dass die dritte Welle gebrochen worden sei, sagte Wieler. "Jetzt müssen wir diesen Erfolg nutzen, um die Infektionszahlen weiter zu senken. Lassen Sie uns dafür den Sommer nutzen." Auch international gelte es, die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Um weitgehend auf Maßnahmen verzichten zu können, müssten "mehr als 80 Prozent" der Menschen im Land einen Immunschutz haben, durch vollständige Impfung oder durchgemachte Infektion plus Impfung, bekräftigte der RKI-Präsident. Eine einmalige Impfung biete noch nicht ausreichend Schutz vor einer Infektion.

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Verärgerung über viele Schaulustige bei Unfällen auf der A 81 - Ludwigsburger Kreiszeitung

Möglingen/Korntal-Münchingen. Front und Heck der Autos sind völlig eingedellt, Reifen aufgerissen, Teile liegen weit verstreut auf dem Asphalt, nachdem ein Van in ein Pannenfahrzeug auf der mittleren Spur in Fahrtrichtung Leonberg geknallt war – der Unfall auf der A81 am Freitagnachmittag auf Höhe des Möglinger Wasserturms war heftig. Und spektakulär – mit entsprechenden Folgen.

Denn angesichts des schönen, warmen Wetters waren ohnehin schon einige Spaziergänger auf den Feldwegen dort unterwegs, zudem schienen manche extra in die Nähe zu spazieren, um etwa von einer Anhöhe aus einen besseren Blick auf die Unfallstelle und den Rettungshubschrauber zu erhaschen – trotz Sichtschutz. Aber auch auf den Spuren in Fahrtrichtung Ludwigsburg stockte der Verkehr, einige Autoinsassen zückten sichtbar ihre Handys, um Bilder zu machen. Ein Schaulustiger habe gar versucht, ein Foto von einem der Verletzten zu machen, ehe er vom stellvertretenden Möglinger Feuerwehrkommandanten erwischt wurde, wie dieser gegenüber einem professionellen Fotografen angab. „Sofort versuchte er, den Mann zu schnappen und das Handy mit Hilfe der Polizei zu kontrollieren, doch der Mann hat das Bild schon gelöscht“, so Simon Adomat, der ähnliche Erlebnisse aus seiner täglichen Praxis kennt.

Rettungskräfte wurden, anders als es das bei früheren Unfällen immer wieder gibt, zwar keine behindert. Aber: „Die ganzen Leute, die zugeschaut haben, hätten lieber helfen sollen“, sagte Maverick Schmelzer von der Feuerwehr Korntal, der zufällig vor Ort war und Erste Hilfe leistete.

„Grenzwertige“ Erlebnisse

Auch sein Kommandant, Jürgen Hieber, kennt solche Geschichten. Die Korntal-Münchinger Wehr wurde am Samstag auf die Autobahn gerufen, nachdem es kurz vor 15 Uhr in Fahrtrichtung Heilbronn zu einem Auffahrunfall zwischen drei Fahrzeugen gekommen war, bei dem ein Mensch leicht verletzt wurde. Auch da gab es – im Gegensatz zur mal wieder fehlenden Rettungsgasse, die das Durchkommen erschwerte („Die Menschen sind unbelehrbar“) – zwar keine Behinderungen durch Spaziergänger. „Aber das ist trotzdem grenzwertig“, berichtet er von Erlebnissen, in denen wie bei dem Unfall bei Möglingen versucht wurde, Verletzte zu fotografieren oder filmen – was übrigens auch als Straftat und mit bis zu zwei Jahren Haft geahndet werden kann.

Eine umgehende Handhabe gegen ein solches und immer stärker um sich greifendes Tun – oder die von der Gegenspur aus gaffenden und damit behindernden Fahrer, wie das auch am Samstag geschehen sei – haben er und seine Kameraden freilich nicht. „Wir haben schlichtweg keine Zeit, um belehrend auf die Leute einzuwirken“, sagt Hieber. „Und das ist auch nicht unsere Aufgabe“.

Wohl aber die der Polizei. Deren Beamte waren bei dem schweren Unfall bei Möglingen zwar durchaus auf den Feldwegen im Einsatz, und sprachen unter anderem jenen Mann an, der offenbar Verletzte filmte, wie auf einem Video von Fotograf Adomat zu sehen ist. Doch hauptsächlich gehe es darum, zu schauen, dass die Rettungsarbeiten nicht behindert werden, so Polizeisprecher Peter Widenhorn. Wohl auch deshalb, weil die Neugierigen zumindest dieses Mal Abstand hielten, sind laut Widenhorn im Einsatzprotokoll keine entsprechenden Vorkommnisse oder Anzeigen vermerkt. Vielmehr wurden die Menschen nur weggeschickt.

Nach mehr als drei Stunden sei dann am Freitagabend auch der Einsatz der Feuerwehr beendet gewesen und die Autobahn Richtung Süden wieder freigegeben, so Adomat. „Das Problem mit den Gaffern wird man aber so schnell nicht mehr los.“

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Baden-Württemberg - Wie viele Getestete dürfen sich treffen? - Stuttgarter Zeitung

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Gelten für Getestete weiterhin die Kontaktbeschränkungen? Foto: loreanto / shutterstock.com
Gelten für Getestete weiterhin die Kontaktbeschränkungen? Foto: loreanto / shutterstock.com

Nun, da gelockert wird, ist der Wunsch groß, sich wieder mit Freunden und der Familie zu treffen. Aber was gilt eigentlich für negativ Getestete? Zählen sie wie Geimpfte und Genesene nicht mit?

Digital Unit: Lukas Böhl (lbö)

31.05.2021 - 09:36 Uhr

Wie viele Geimpfte und Genesene dürfen sich treffen?

Vollständig geimpfte und genesene Personen nach der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV) fallen nicht mehr unter die Kontaktbeschränkungen in Deutschland. Das heißt, sie können sich untereinander in beliebiger Anzahl treffen und werden bei privaten Treffen nicht mehr als Haushalt mitgezählt. Eine Obergrenze für Geimpfte und Genesene bei privaten Treffen ist weder in der SchAusnahmV noch in der Corona-Verordnung Baden-Württembergs festgelegt. Nun haben negativ Getestete in manchen Bereichen des öffentlichen Lebens dieselben Rechte wie diese Personengruppe. So dürfen sie zum Beispiel wieder ins Restaurant oder in Ladengeschäfte. Daher fragen sich im Moment viele Bürger, ob Getestete sich ebenfalls in unbegrenzter Anzahl treffen dürfen.

Wie viele Getestete dürfen zusammenkommen?

Die Antwort ist ganz simpel: Negativ getestete Personen müssen sich anders als Geimpfte und Genesene auch weiterhin an die geltenden Kontaktbeschränkungen halten. Schließlich sind die Tests immer nur beschränkt aussagekräftig. Die Anzahl der maximal erlaubten Haushalte bei privaten Zusammenkünften ist in Baden-Württemberg an die 7-Tage-Inzidenz in den Land- und Stadtkreisen gebunden. Bei einer Inzidenz von über 100 darf man sich nur mit den Angehörigen des eigenen Haushalts sowie einer weiteren Person treffen. Fällt die Inzidenz unter 100, dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Bei einer Inzidenz von unter 50 dürfen sich zehn Personen aus maximal drei Haushalten zusammenfinden. Vollständig Geimpfte und Genesene werden hier selbstverständlich nicht mitgezählt. Mehr zu den aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen im Land lesen Sie hier.

Kaufen Sie hier Corona-Selbsttests (ANZEIGE). Hinweis: diese Selbsttests dienen nicht als gültiger Nachweis beispielsweise für Restaurantbesuche. Bitte suchen Sie dafür ein Testzentrum in Ihrer Nähe auf. 

Fazit

Negativ Getestete zählen anders als vollständig Geimpfte und Genesene bei privaten Treffen auch weiterhin als Haushalt mit.

Lesen Sie jetzt weiter: Das sind die Corona-Regeln beim Einkaufen

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Monday, May 31, 2021

„Viele Schulen und Kitas lehnen Kinder mit Diabetes ab“ - Ärzte Zeitung

Berlin. Zum internationalen Tag des Kindes am 1. Juni fordern Diabetes-Organisationen gesundheitsbezogenes Personal und eine bundeseinheitliche Gesundheitsförderung an Schulen und KiTas. Aufgrund von Defiziten würden Kinder mit Typ-1-Diabetes in vielen Einrichtungen unzureichend betreut und häufiger sogar vom Regelschulbesuch ausgeschlossen, kritisieren in einer gemeinsamen Mitteilung die Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Diabetologie (AGPD) der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), die gemeinnützige Gesundheitsorganisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und die Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M).

Die Organisationen fordern ein bundesweites Gesetz und konkrete Finanzierungsmöglichkeiten, um das Recht chronisch kranker Kinder und Jugendlicher auf uneingeschränkte Teilhabe an Bildung umzusetzen sowie die Gesundheit aller Heranwachsenden zu fördern.

Erst Zwölfjährige können Typ-1-Diabetes selbst managen

Kinder mit Diabetes sind normal leistungsfähig und belastbar, betonen die Diabetes-Verbände. Dennoch benötigen Betroffene – je jünger desto mehr – kompetente Unterstützung im Umgang mit der Insulintherapie und der Kontrolle der Stoffwechsellage in der Schule oder Kindertageseinrichtung (KiTa). Denn sie können das komplexe Management der Erkrankung erst etwa ab dem 12. Lebensjahr verstehen und selbst übernehmen.

„Der Rechtsanspruch für Unterstützungsleistungen, um eine angemessene Schulbildung zu sichern, ist unbestritten und ergibt sich ganz klar aus dem Grundgesetz sowie der UN-Menschenrechtskonvention“, wird Karina Boß vom diabetesDE-Vorstand in der Mitteilung zitiert. „Die konkrete Umsetzung in KiTa und Grundschule ist aber nach wie vor in hohem Maße defizitär“, so die Diabetesberaterin und Medizinpädagogin.

Sie fügt hinzu: „Nach wie vor gibt es keine bundeseinheitliche Regelung, welche eine passende Versorgung verlässlich sicherstellt.“ Zudem überschneiden sich die Zuständigkeitsbereiche bei Kindertageseinrichtungen beziehungsweise Schulen, Krankenkassen, Gesundheits-, Sozial-, Schul- und Jugendämtern.

Ruf nach bundeseinheitlichen Regelungen

„Häufig verzweifeln Eltern an den Ablehnungen dieser Institutionen, da sie jeweils auf die anderen verweisen“, berichtet Norbert Kuster, Vorsitzender des Landesverbandes NRW der DDH-M. Zwar haben einige Bundesländer Modellvorhaben wie „Diabetes in Schule und KiTa“ auf den Weg gebracht. „Wir fordern jedoch eine bundesweite einheitliche gesetzliche Regelung zur Gesundheitsfürsorge von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes in KiTa und Schule“, ergänzt AGPD-Sprecher Privatdozent Dr. Thomas Kapellen.

„Dazu gehört auch, die Betreuungspersonen der jeweiligen Kinder in den Bildungseinrichtungen unter Einbindung der Behandelnden und Erziehungsberechtigten entsprechend fortzubilden. Denn nur so können sie die jungen Betroffenen bei der Therapie begleiten und unterstützen“, betont der Diabetologe und Chefarzt der MEDIAN Kinderklinik „Am Nicolausholz“ in Bad Kösen.

Darüber hinaus fordern die Organisationen für alle Kinder und Jugendliche strukturierte Gesundheitsförderungsmaßnahmen an Bildungseinrichtungen bundeseinheitlich etabliert werden. Denn 13 Prozent der Kinder hierzulande haben Übergewicht, mehr als sechs Prozent sogar Adipositas. Dies kann die spätere Entstehung eines Typ-2-Diabetes fördern.

„Aus unserer Sicht müssen Konzepte zur Gesundheitsförderung in Schulen Verhaltens- und Verhältnisprävention beinhalten“, mahnen die Verbandsvertreter. Sie sprechen sich für die Aufnahme von Themen zur Prävention und Gesundheitsförderung in den Rahmenlehrplan aller Schulen, den Zugang zu kostenfreien Trinkwasserspendern sowie kostenfreie und niederschwellige Sportangebote an Schulen für alle Kinder und Jugendlichen aus. (eb/eis)

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Viele Anfragen für Marmoush, VfL-Talente Kasten und Pohlmann nach St. Pölten? - Sportbuzzer

VfL-Kooperationspartner SKN St. Pölten muss den Gang in die 2. Liga in Österreich antreten, auch in der Relegation konnten sich die Niederösterreicher nicht retten. Was heißt das jetzt für die Wolfsburger, die in der neuen Saison den einen oder anderen Spieler, der beim VfL den Sprung noch nicht geschafft hat, an den SKN ausleihen wollen?

„Als wir die Kooperation abgeschlossen haben, war klar, dass der Klub absteigen könnte. Für uns ändert sich jetzt nicht viel“, sagt VfL-Manager Jörg Schmadtke. Aber natürlich mache es für die VfL-Talente, die in Österreich Spielpraxis sammeln sollen, „einen Unterschied, weil es für die Spieler weniger attraktiv ist, als wenn sie in der ersten österreichischen Liga spielen würden“, so der Manager weiter. Zumal sich die ersten fünf Teams der Zwölfer-Liga für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren können. „Und so etwas macht natürlich den Reiz bei Spielern aus“, sagt Schmadtke.

Kandidaten für eine Österreich-Leihe sind neben Abwehrmann Tim Siersleben auch Torhüter Lino Kasten und Offensiv-Spieler Ole Pohlmann, die mit dem SKN den Wiederaufstieg schaffen sollen, denn das sei das Ziel des VfL-Partners, so Schmadtke. Trotz des Abstiegs geht der VfL-Manager fest fest davon aus, dass sich diese Kooperation langfristig für beide Klubs auszahle.

Einst galt auch Omar Marmoush als Kandidat für eine Leihe nach St. Pölten, aber nachdem der Offensivmann im vergangenen halben Jahr beim FC St. Pauli so viel Eigenwerbung betrieben hatte, kehrt der Ägypter erst einmal nach Wolfsburg zurück. Bei den Kiezkickern war Marmoush in allen 21 möglichen Spielen zum Einsatz gekommen. Nicht nur das: Er hatte siebenmal getroffen und drei Tore vorbereitet.

Die Paulianer wollen, dass er schon bald wieder bei ihnen ist. Ein erneutes Leihgeschäft mit Pauli sieht Schmadtke derzeit nicht als ideale Lösung. Viele Zweitliga-Klubs zeigen Interesse. „Und es gibt auch Anfragen aus der ersten Liga“, so der VfL-Manager. „Aber zunächst einmal wird er mit uns in die Vorbereitung starten.“ Alles Weitere werde man dann sehen.

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Erneut viele Proteste gegen Rechtsextremismus in Niedersachsen - NDR.de

Stand: 01.02.2024 13:31 Uhr Wegen des Treffens von Rechtsextremisten in Potsdam haben in Niedersachsen Hunderttausende gegen Rechtsextremi...