
Ausgangsbeschränkungen bis 13. Dezember
In Österreich gelten seit Montag bis 13. Dezember Ausgangsbeschränkungen. Viele Geschäfte und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen.
Skigebiete trotzdem offen
Trotz des Lockdowns werden aber Skilifte offen sein. Der österreichische Wintersportort Ischgl will nun zum Beispiel am 3. Dezember in die Wintersaison starten - gut eine Woche später als ursprünglich geplant. Nach der Verkündung eines Lockdowns in Österreich war der für diesen Donnerstag geplante Auftakt zunächst abgesagt worden. Man habe erst die genauen Vorgaben klären müssen, sagte Günther Zangerl, Vorstand der Silvrettaseilbahn.
Mittlerweile gebe es Gewissheit, dass Skigebiete in Österreich wie im Vorjahr trotz Lockdowns öffnen könnten, allerdings für Geimpfte und Genesene, also unter 2G-Regel, sagte Zangerl. "Wir hoffen ganz stark, dass die Beschränkungen für Gastronomie und Beherbergung am 12. Dezember auslaufen. Am 13. Dezember würde dann die Wintersaison richtig starten", sagte Zangerl.
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen zu Ischgl ein
Unterdessen wurde bekannt, dass die Innsbrucker Staatsanwaltschaft die strafrechtlichen Ermittlungen zu dem Corona-Ausbruch in Ischgl eingestellt hat. "Es gibt keine Beweise dafür, dass jemand schuldhaft etwas getan oder unterlassen hätte, das zu einer Erhöhung der Ansteckungsgefahr geführt hätte", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Daher werde es keine Anklage gegen die fünf Beschuldigten geben.
In Ischgl und anderen Tiroler Wintersportorten hatten sich im März 2020 mehr als 6.000 Menschen aus 45 Ländern mit dem Coronavirus angesteckt. Ischgl wurde so zu Beginn der Pandemie zu einem der ersten Corona-Hotspots in Europa. Viele Betroffene und Hinterbliebene werfen den verantwortlichen Behörden schwere Fehler im Umgang mit dem Ausbruch vor.
Zivilprozess vor dem Landgericht Wien
Nicht betroffen von der Einstellung der strafrechtlichen Ermittlungen ist die zivilrechtliche Aufarbeitung des Corona-Ausbruchs in Ischgl: Ein erster Zivilprozess läuft seit September vor dem Landgericht Wien. Die Kläger aus Österreich und Deutschland werfen den Behörden schwere Fehler im Umgang mit dem Corona-Ausbruch vor und verlangen Schadenersatz.
Österreich: Viele Corona-Neuinfektionen, besonders bei Kindern - BR24
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