
Bald dürfte in den Corona-Testzentren, wie hier in Frankfurt, wieder mehr zu tun sein. Und die Kassen zahlen nur für Schnelltests Bild: dpa
Nicht jeder Corona-Schnelltest funktioniert. Welche Ausmaße dieses Problem hat, weiß niemand – und eine technische Lösung liegt in weiter Ferne.
Es ist mal wieder so eine Art Ausstieg vom Ausstieg: Einen Monat nach dem Ende der „Bürgertests“ rudert die nunmehr geschäftsführende Bundesregierung angesichts der Inzidenz-Rekorde zurück, aktuell steht wieder jedem Bürger ein kostenloser Schnelltest pro Woche zu. Und die Ampel-Parteien haben im Bundestag beschlossen, nicht geimpften Arbeitnehmern Tests aufzuerlegen, dem hat der Bundesrat am Freitag zugestimmt. Wer Seniorenheime oder Pflegeeinrichtungen besucht, muss ohnehin in den meisten Fällen einen negativen Test vorzeigen, Schulkinder ebenfalls. Das Problem an dieser Teststrategie auf breiter Front ist: Nicht alle Schnelltests auf dem Markt sind von ausreichender Qualität – und niemand scheint zu wissen, wie viele von den Mängeln betroffen sind.
Die herkömmlichen Schnelltests erkennen Corona-Infektionen, indem Bestandteile in ihrem Mix mit bestimmten Eiweißstrukturen, sogenannten Antigenen, der Viren reagieren. Die Stärke dieser Methode ist ihre Einfachheit, und es geht schnell: Das Ergebnis liegt nach 15 Minuten vor. Man braucht weder professionelles Personal noch ein Labor. Darum eignet sich die Antigen-Variante für Selbsttests, die man etwa zu Hause durchführt. Sie hat jedoch Schwächen, die zwei Kategorien betreffen.
Jedes fünfte Corona-Testkit ist unzuverlässig - FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung
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