Nach Werders erneutem 0:3
Sport-Geschäftsführer Frank Baumann hat nach der 0:3-Niederlage bei Darmstadt 98 die Spieler von Werder Bremen kritisiert. „Wir haben jetzt schon zu viele Punkte hergeschenkt und hatten zu viele Spiele, in denen die Leistung nicht stimmte“, sagte der frühere Kapitän. „Das müssen wir schnellstmöglich ändern. Sonst wird es eine Saison, in der wir wieder unsere Ziele nicht erreichen.“
Die Bremer haben in der 2. Bundesliga bislang 14 Punkte aus den ersten zehn Spielen geholt, liegen damit auf dem zehnten Platz. Die Leistung in Darmstadt nannte Baumann zumindest in der ersten Halbzeit „sehr behäbig und pomadig“. Nach dem 1:4 gegen Paderborn und dem 0:3 in Dresden war es bereits die dritte Niederlage mit drei Toren Unterschied für den Absteiger. Nächster Gegner ist am Sonntag der Tabellen-16. SV Sandhausen. „Wir müssen uns zusammenraufen und uns mehr wehren“, sagte Baumann.
Diese Spieler verließen Werder nach dem Abstieg im Sommer 2021
Werders Lizenzbereichs-Leiter Clemens Fritz stimmte in der Sendung „Sportblitz“ mit Baumann überein: „Es ist klar, dass wir einen anderen Anspruch haben, als im Mittelfeld der 2. Liga zu spielen.“ Dafür müsse man jedoch anders auftreten. Transfers im Winter, um die Mannschaft zu stärken, schloss der Ex-Profi, wie Baumann einst Bremer Kapitän, nicht aus: „Wir sondieren den Markt, sind unterwegs, schauen uns viel an.“
Werder Bremen: Fritz relativiert Anfangs Kritik an Füllkrug
Derweil relativierte Fritz Worte von Trainer Markus Anfang, die laut der „Deichstube“ in Richtung Joker Niclas Füllkrug (28) gingen. „Ich verstehe nicht, warum sich da ‚Fülle‘ jetzt herausgepickt wurde. Das überrascht mich. Es geht nicht um ‚Fülle‘. Es geht auch nicht um irgendeinen anderen“, sagte Fritz. Anfang habe nicht Füllkrug explizit kritisiert, sondern die ganze Mannschaft in die Pflicht genommen und dabei ebenso Top-Torjäger Marvin Ducksch (27) angesprochen.
Laut dem Portal sagte Anfang: „Wir wechseln einen zweiten Stürmer ein, dann muss am Ende des Tages aber auch etwas kommen. Wir haben die beiden da vorne drin, und sie schießen gefühlt nicht einmal aufs Tor. Gut, Marvin hatte den einen Kopfball, aber ,Fülle' hat gar keine Abschlussaktion gehabt. Auch der, der reinkommt, kann mal einen Akzent setzen und eine Partie drehen.“ Allgemein, so der Coach, müsse es das Team aber natürlich „gemeinsam machen“.
Füllkrug ist in dieser Saison weiterhin ohne Tor, hat seinen Stammplatz an Ducksch verloren und gehörte in der Folge zuletzt im Zweitliga-Marktwert-Update zu den großen Verlierern und büßte 2,5 Millionen auf 1,5 Millionen Euro ein. Zuvor hatte er in einem offenen Interview mit der „Deichstube“ verraten, wie „ernüchternd“ seine derzeitige Lage sei: „Ich bin so etwas wie der Verlierer der aktuellen Situation.“

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Baumann: „Zu viele Punkte hergeschenkt“ – Fritz relativiert Anfang-Kritik an Füllkrug - Transfermarkt
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