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Friday, July 2, 2021

Trotz Impfung müssen viele Reiserückkehrer in Quarantäne. Dafür hagelt es Kritik – zurecht? - STERN.de

Viele neue Jobs - Süddeutsche Zeitung - SZ.de

Die US-Wirtschaft hat im Juni mehr Jobs geschaffen als erwartet. Landesweit kamen außerhalb der Landwirtschaft nach Angaben des US-Arbeitsministeriums von Freitag 850 000 Stellen hinzu. Die Arbeitslosenquote stieg demnach gegenüber dem Vormonat dennoch leicht um 0,1 Punkte auf 5,9 Prozent, wie das Ministerium mitteilte.

Die Daten vom Arbeitsmarkt der größten Volkswirtschaft der Welt werden an den Börsen weltweit stets aufmerksam studiert. Finanzanalysten hatten nur mit einem Zuwachs von im Schnitt 720 000 Stellen gerechnet. Besonders viele Stellen seien im Freizeit- und Gastgewerbe, im Erziehungswesen sowie im Einzelhandel hinzugekommen, hieß es. Bei der Arbeitslosenquote hatten Analysten im Schnitt mit einen Rückgang auf 5,6 Prozent gerechnet.

Im April hatte es einen herben Dämpfer gegeben: Außerhalb der Landwirtschaft kamen lediglich 266 000 Stellen hinzu. Experten hatten mit einem Zuwachs von einer Million gerechnet. Im Mai besserte sich die Lage dann - mit einem Plus von 559 000 Stellen, viele davon im Gastgewerbe, hießt es. US-Präsident Joe Biden hatte angesichts der Mai-Zahlen von "großartigen Nachrichten" gesprochen - und von "historischen Fortschritten" auf dem Weg aus der Wirtschaftskrise.

Die Pandemie hatte die US-Wirtschaft hart getroffen: Die Beschäftigung brach im Frühjahr 2020 im Rekordtempo ein. Seitdem erholt sich der Arbeitsmarkt zwar, allerdings sind immer noch viele Amerikaner ohne Job.

Schon vor Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognose für die USA in diesem Jahr deutlich auf 7,0 Prozent angehoben - und zwar wegen der beispiellosen fiskalischen und geldpolitischen Unterstützung.

Im April war der IWF noch von einem Wirtschaftswachstum von 4,6 Prozent ausgegangen. Die revidierte Prognose stelle das schnellste Wachstumstempo in einer Generation in den USA dar, teilte der IWF am Donnerstag in seiner jährlichen Bewertung der Wirtschaftspolitik der USA mit. Die Prognose für das Wachstum der Wirtschaftsleistung (BIP) im kommenden Jahr hob der IWF auf 4,9 Prozent an, im April war er noch von 3,5 Prozent ausgegangen.

Der Prognose liegt laut IWF die Annahme zugrunde, dass der US-Kongress die Pläne der Regierung für Infrastrukturmaßnahmen, Sozialausgaben und Steuern in diesem Jahr in ähnlicher Größe und Zusammensetzung verabschieden wird wie die ursprünglichen Vorhaben. "Die Indikatoren deuten darauf hin, dass weiterhin eine erhebliche Arbeitsmarktlücke besteht, die als Sicherheitsventil dienen sollte, um den zugrunde liegenden Lohn- und Preisdruck zu dämpfen", erläuterte der IWF.

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Warum bei der EM so viele Tore fallen - FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Warum bei der EM so viele Tore fallen - FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung
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TSV 1860: Zu viele Großchancen vergeben? Michael Köllner gibt Stefan Lex Mitschuld am verpassten Aufstieg - Abendzeitung

München – Der 31-jährige Stefan Lex zählt auch aufgrund seiner Bundesliga-Erfahrung zu den Führungsspielern beim TSV 1860. Doch ist Sechzigs Offensivspieler auch einer, der die Spiele entscheidet?

"Nach dem Re-Start im vergangenen Jahr haben wir uns gedacht, er könnte ein Schlüsselspieler werden. Das war er dann leider nicht", sagte Michael Köllner auf einer Presserunde am Dienstag. "Er hat dann leider viele Möglichkeiten ungenutzt gelassen."

Köllner: Lex hat sehr viele Chancen liegen gelassen

Der Löwen-Coach legt sogar nach und gibt dem gebürtigen Erdinger eine Mitschuld an an dem verpassten Aufstieg. "Sonst wären wir wahrscheinlich gleich nach dem Lockdown aufgestiegen", so Köllner. Lex zählte in der Saison 2019/20 immerhin mit sieben Treffern und elf Assists zu den gefährlichsten Löwen-Spielern.

"Stefan hat in den eineinhalb Jahren, in denen ich jetzt hier bin, sicherlich viele Möglichkeiten gehabt, um Spiele zu entscheiden. So ehrlich muss man einfach sein", erklärte der Oberpfälzer weiter. Denn auch in der vergangen Spielzeit sei es ähnlich gewesen. "Symptomatisch waren die letzten Minuten im Derby gegen Bayern II am vorletzten Spieltag, als er kurz vor Schluss zwei große Chancen hatte."

Neuer Konkurrenzkampf in der Offensive des TSV 1860

1860 spielte gegen die Reserve des FC Bayern nur Remis und verpasste einen Spieltag später den Sprung auf den Relegationsplatz. Lex kam insgesamt auf elf Scorerpunkte in der abgelaufenen Spielzeit, musste aber beispielsweise Verteidiger Phillipp Steinhart im internen Löwen-Ranking  den Vortritt lassen.

"Aber es ist wie es ist. Im letzten Jahr hatte er keine Konkurrenzsituation, hat viel Zuspruch, Vertrauen und lange Spielzeiten bekommen. Jetzt ändern sich die Dinge ein Stück weit", sagte Köllner. Mit Yannick Deichmann und Marcel Bär konnte der TSV 1860 für die neue Saison zwei weitere Offensivspieler unter Vertrag nehmen und sich somit in der Breite des Kaders besser aufstellen.

Köllner: Lex macht im Training einen sehr guten Eindruck

"Stefan macht im Training momentan einen guten Eindruck. Vielleicht ist der harte Konkurrenzkampf genau das, was er gebraucht hat." Lex bekomme nun nicht mehr nur Konkurrenz durch Junglöwen, die gerade erst zu den Profis hochgezogen wurden, sondern auch durch gestandene Spieler – mehr Ansporn für den ehemaligen Bundesliga-Spieler.

"Für uns ist wichtig, dass jeder versteht, dass wir am Ende jeden Spieler brauchen" – auch einen torgefährlichen Lex.

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Viele IBM-Mitarbeiter seit Tagen ohne E-Mails - heise online

Thursday, July 1, 2021

"Viele machen sich zu wenig klar, was mit ihren Daten passieren kann" - rbb24

Scheidende Berliner Datenschutzbeauftragte - "Viele machen sich zu wenig klar, was mit ihren Daten passieren kann"

Fünf Jahre lang war Maja Smoltczyk Berlins Datenschutzbeauftragte. Ende Oktober ist für sie definitiv Schluss, sagt sie. Eine Nachfolge muss allerdings noch gewählt werden - und die Zeit ist knapp, die Probleme hingegen reichhaltig. Von Birgit Raddatz

Sichtbar verärgert lässt Manuela Schmidt, Vizepräsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, ihren Blick durch den fast leeren Plenarsaal schweifen. "Beim nächsten Mal mache ich die Fragestunde nach der Lüftungspause, ich bin gespannt, ob dann auch so wenig kommen."

Es ist Ende April und Sitzungstag des Berliner Parlaments. Auf der Tagesordnung steht eigentlich der Datenschutzjahresbericht für 2019. Es ist gleichzeitig die letzte Rede von Maja Smoltczyk in ihrer Rolle als Datenschutzbeauftragte des Senats. Doch der Saal füllt sich wegen der angesetzten Lüftungspause nur langsam.

Nachholbedarf bei Sicherheit von Gesundheitsdaten

Dabei hat Maja Smoltczyk den Abgeordneten einiges zu berichten. In knapp zwölf Minuten redet sie schließlich über die datenschutzrechtlichen Herausforderungen bei der Jelbi-App, über unerlaubte Zugriffe auf Polizeicomputer und komplexe europarechtliche Fragen, die sich durch die Datenschutzgrundverordnung ergeben.

"Zum wichtigsten Teil meiner Rede war der Saal dann eigentlich sehr gut gefüllt, und darauf kam es letztlich an", sagt Maja Smoltczyk rbb|24 fast zwei Monate später. Vielleicht ist es trotzdem ein Symbol dafür, wie die Zusammenarbeit mit der politischen Seite in den vergangenen fünf Jahren lief. Smoltczyk zieht eine gemischte Bilanz. Mit Sabine Smentek, der Staatssekretärin für Digitalisierung, habe sie in den Jahren gut zusammengearbeitet, sagt sie. Jedoch: "Es ist auf der anderen Seite kein Geheimnis, dass wir große Schwierigkeiten im Bereich der Schulen hatten, wo ich mir eine bessere Kooperation sehr gewünscht hätte."

Nicht nur den Datenschutz im Zuge der Digitalisierung in den Schulen, sondern auch die Sicherheit von Gesundheitsdaten bemängelte Smoltczyk immer wieder. So schlug sich ihre Behörde längere Zeit mit der Plattform Doctolib herum. Hier waren beispielsweise über die Hausärzt*innen Daten von Patient*innen weitergegeben worden, obwohl diese gar kein Kundenkonto bei Doctolib besaßen. Seit der Pandemie managt die Plattform die Impftermine in den Zentren. Und bleibt damit auf dem Radar der Datenschutzbehörde.

Pandemie ist große Herausforderung für Datenschutz

Überhaupt empfindet die Datenschutzbeauftragte die Pandemie als große Herausforderung für den Datenschutz. "Das ist kein Selbstzweck, sondern er dient dem Schutz der Menschen. Viele machen sich, glaube ich, zu wenig klar, was mit ihren Daten passieren kann", betont Maja Smoltczyk.

Ihr Lieblingsbeispiel ist die Luca-App. Mittlerweile wird sie in fast allen Bereichen des öffentlichen Lebens zur Kontaktnachverfolgung eingesetzt. Allerdings sei sie auch besonders anfällig für Datenmissbrauch, kritisierten Expert*innen, als die App eingeführt wurde. Einerseits seien die Entwickler*innen sehr offen für die Anregungen aus ihrer Behörde, so Maja Smoltczyk. "Sie sind auch bereit, da immer nachzubessern. Auf der anderen Seite merkt man, dass es immer zu neuen Problemen kommt, weil der Datenschutz eben nicht von Anfang an mitgedacht wurde."

Wunschnachfolgerin sprang offenbar ab

Mit nur einer Stimme Mehrheit gewann Maja Smoltczyk seinerzeit die Wahl zur Datenschutzbeauftragten, im Januar 2016 trat sie das Amt offiziell an. Die Wahl ihrer Nachfolgerin sollte eigentlich in der letzten Sitzung des Abgeordnetenhauses vor der Sommerpause Mitte Juni stattfinden. Doch daraus wurde nichts. Zum einen, weil immer noch nicht klar ist, wer den Posten des oder der Berliner Polizeibeauftragten übernehmen soll; der Wunsch war, beide Wahlen zusammen stattfinden zu lassen. Zum anderen, weil nach Recherchen von rbb|24 eine der Wunschkandidatinnen der Grünen, die ein Vorschlagsrecht haben, für den Posten der Datenschutzbeauftragten schließlich doch nicht zusagte.

Nun rückt eine andere Kandidatin in die engere Wahl, heißt es aus Koalitionskreisen. Doch entschieden sei noch gar nichts. Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr. Bis zur Wahl des Abgeordnetenhauses am 26. September bleiben noch drei reguläre Sitzungen. Schon im Januar endete offiziell die Amtszeit von Maja Smoltczyk, nach einer Verlängerung ist für sie definitiv Ende Oktober Schluss, bekräftigt sie: "Ich wünsche meiner Nachfolge viel Energie und Mut, um die großen Themen weiter zu verfolgen."

Fragt man Maja Smoltczyk, ist das vor allem die Digitalisierung der Verwaltung und der Schulen. Auf der Anforderungsliste steht aber auch das Thema Informationsfreiheit.

Sendung: Abendschau, 02.07.2021, 19.30 Uhr

Beitrag von Birgit Raddatz

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Plastikmüll beschleunigt Klimawandel und Artenschwund - Süddeutsche Zeitung - SZ.de

Eindringlich warnen mehrere internationale Wissenschaftler im aktuellen Fachmagazin Science vor den Folgen der Plastikvermüllung. Annika Jahnke, Umweltchemikerin am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig, ist eine von ihnen. Im Gespräch mit der SZ zeichnet sie Wege aus der Plastikkrise auf.

SZ: In ihrem Beitrag zum Science-Schwerpunkt schreiben Sie und andere Wissenschaftler, dass die Menge an Plastikmüll drastisch ansteigt. Dabei wird doch in vielen Ländern zumindest gefühlt schon viel getan, um genau das zu vermeiden. In Deutschland etwa gibt es viel weniger Plastiktüten, Strohhalme aus Plastik sind tabu, und viele Menschen sammeln ihren Plastikmüll, damit er recycelt werden kann. Bringt das alles gar nichts?

Annika Jahnke: Doch, natürlich bringen diese Maßnahmen etwas. Aber es gibt immer noch viel zu viel Plastik, das nicht in den Abfallsystemen landet, und dann zum Beispiel in Flüsse und Meere gelangt. Und es gibt immer noch viel zu viele Produkte, die Plastik enthalten oder unnötig in Plastik verpackt sind.

Weiß man, wie viel Plastik jedes Jahr in die Umwelt gelangt?

Es gibt Modelle, die das abschätzen können. Wir zitieren in unserem Übersichtsartikel Zahlen aus verschiedenen Studien, die auch in Science veröffentlicht worden sind. Demnach gelangten im Jahr 2016 zwischen neun und 23 Millionen Tonnen in die aquatische Umwelt. Zusätzlich wurden Landökosysteme noch einmal mit ungefähr derselben Menge belastet. Auf Grundlage solcher Zahlen kann man dann verschiedene Szenarien für die Zukunft durchrechnen. Dabei ist herausgekommen, dass selbst bei drastischen und weltweit konzertierten Maßnahmen zur Vermeidung von Plastikmüll immer noch ein Anstieg der Emissionen zu erwarten ist.

Was wäre eine solche drastische Maßnahme?

Zum Beispiel sollte Plastikmüll nicht mehr in Regionen exportiert werden, in denen die Recycling-Technologien weniger fortgeschritten sind als bei uns. Das wird leider immer noch gemacht und ist sehr problematisch. Zudem wäre es wichtig, bei der Vermeidung von Plastik nicht nur am Ende anzusetzen und etwa Plastik, das schon in der Umwelt ist, wieder einzusammeln, sondern am Anfang. Damit gar nicht so viel Plastik entsteht. Eine Möglichkeit, das politisch zu steuern, wäre, dafür zu sorgen, dass recyceltes Plastik günstiger ist als neues Plastik. Während der Corona-Krise war es zeitweise so, dass neues Plastik fünfmal billiger war als recyceltes, weil der Rohölpreis so stark gefallen ist. Das ist natürlich überhaupt kein Anreiz, stärker auf Recycling zu setzen.

Verschärfen eigentlich die Gesichtsmasken, die jetzt alle tragen, um sich gegen das Coronavirus zu schützen, das Plastikproblem? Man sieht sie jetzt überall achtlos weggeworfen herumliegen.

Das ist eine Frage, die gerade erforscht wird. Natürlich enthalten die Masken Plastik, aber momentan ist noch unklar, wie relevant das ist.

Was sind denn die Hauptquellen von Plastik?

In der Verpackungsindustrie werden weltweit riesige Mengen eingesetzt. Der Bausektor ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, genauso wie Textilien: Viele Kleidungsstücke sind mit Kunststoff versetzt, der dann nach und nach in die Umwelt gelangt, zum Beispiel beim Waschen. Das Abwasser gelangt zwar erst mal in die Kläranlagen. Dort werden die meisten Partikel entfernt, aber eben nicht alle.

Dr. Annika Jahnke

Gibt es eigentlich noch einen Ort auf der Welt, der plastikfrei ist?

Da muss man wirklich suchen. Es ist ein Riesenproblem, dass das Material in Gebieten landet, aus denen es nicht mehr zu entfernen ist. Zum Beispiel, weil diese Regionen schwer zugänglich sind: die Tiefsee zum Beispiel. Sogar in arktische Regionen gelangt erschreckend viel Plastik.

Wo auf der Erde sammelt sich das meiste Plastik an?

In den Ozeanen gibt es fünf Müllstrudel, in denen sich das Material anreichert: im Nord- und Südpazifik; im Nord- und Südatlantik und im Indischen Ozean. Dass sich das Plastik dort anreichert, liegt an den globalen Ozeanströmungen und an den vorherrschenden Windrichtungen. An Land sind landwirtschaftlich genutzte Böden teilweise stark belastet, weil das Material in Düngern oder in Klärschlamm enthalten ist. In manchen Regionen verwenden die Landwirte auch riesige Plastikfolien, um die Pflanzen abzudecken.

Warum schadet Plastik der Umwelt eigentlich?

Die Forschung hat sich in den letzten Jahren vor allem auf ökotoxikologische Untersuchungen fokussiert. Dabei wurden Experimente im Labor gemacht, die nur wenig mit den Bedingungen in der Umwelt zu tun hatten. In diesen Studien kam heraus, dass nur extrem hohe Konzentrationen von Plastik Schaden anrichten, die in der Umwelt gar nicht vorkommen. Die Schlussfolgerung war, dass Plastik unproblematisch ist.

Sie und die anderen Autoren in Science sehen das aber anders...

Genau! Wir denken, dass es nicht nur auf die ökotoxikologischen Effekte ankommt, sondern dass viele andere Aspekte eine große Rolle spielen.

Welche?

Meeressäuger, Schildkröten und Seevögel fressen das Plastik und verenden, weil sie es nicht wieder ausscheiden können. Außerdem verfangen sich viele Tiere, darunter auch vom Aussterben bedrohte Spezies, in Fischernetzen aus Plastik und sterben. Das kann zum Biodiversitätsverlust beitragen. Wir vermuten aber auch, dass der Plastikmüll den Klimawandel verschärfen kann, weil er den globalen Kohlenstoffkreislauf stört.

Inwiefern?

Die Plastikpartikel im Meer trüben unter anderem das Wasser und schirmen dadurch das Phytoplankton und Blaualgen vom Sonnenlicht ab. Das führt dazu, dass diese Organismen in ihrem Wachstum eingeschränkt werden und weniger Kohlendioxid aus der Atmosphäre binden.

Gibt es eine realistische Chance, den ganzen Plastikmüll wieder aus der Umwelt zu entfernen?

Kurz gesagt: Nein. Es gibt sehr viele Regionen auf der Welt, die schlicht nicht zugänglich sind für eine Reinigung. Selbst dann nicht, wenn die Plastikteile groß sind. Und je kleiner die Teilchen sind, desto schwieriger wird es, sie wieder aus der Umwelt zu entfernen. Das Problem wird dadurch verschärft, dass Plastik auf natürlichem Weg extrem langsam abgebaut wird. Ein Fischernetz beispielsweise hat eine geschätzte Verweildauer von mehreren Jahrhunderten. Daher ist es auch so wichtig, dass deutlich weniger Plastik in die Umwelt gelangt und mehr recycelt wird.

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Plastikmüll beschleunigt Klimawandel und Artenschwund - Süddeutsche Zeitung - SZ.de
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Erneut viele Proteste gegen Rechtsextremismus in Niedersachsen - NDR.de

Stand: 01.02.2024 13:31 Uhr Wegen des Treffens von Rechtsextremisten in Potsdam haben in Niedersachsen Hunderttausende gegen Rechtsextremi...