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Sunday, November 14, 2021

Landeskriminalamt warnt: Außerordentlich viele Drogen im Umlauf - BR24

Das bayerische Landeskriminalamt geht von einer "außerordentlich hohen Verfügbarkeit" von illegalen Drogen in Bayern aus. Das schließt die Behörde aus Hinweisen zu Angebot und Nachfrage. Denn: Die Wirkstoffkonzentration in Drogen wie Heroin, Kokain, Ecstasy-Tabletten und Cannabis-Produkten steigt immer weiter. Die Drogen wirken intensiver. Auf der anderen Seite stagnieren jedoch die Preise, die auf der Straße für illegale Drogen zu bezahlen sind. Für die Polizei heißt das: Es sind sehr viele illegale Drogen im Umlauf. Trotz der im deutschlandweiten Vergleich überdurchschnittlichen Preise in Bayern.

Dunkelziffer der Drogenkonsumenten

Genau kann das Landeskriminalamt nicht beziffern, wie viele Menschen in Bayern illegale Drogen konsumieren, die Dunkelziffer sei nicht seriös abzuschätzen. Die "Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht" nimmt an, dass jeder vierte Erwachsene in Deutschland einmal im Leben illegale Drogen nimmt. Bei Jugendlichen sind die Zahlen aktuell noch höher: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geht davon aus, dass fast die Hälfte aller jungen Erwachsenen schon einmal eine illegale Droge konsumiert hat. 

Mehr Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz

Der Konsum von illegalen Drogen allein ist laut Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) keine Straftat. Der Besitz von Betäubungsmitteln ist aber unter Strafe gestellt. Und diese Strafen werden in Bayern immer häufiger: Im vergangenen Jahr wurden fast doppelt so viele allgemeine Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz verzeichnet wie noch 2011 (von 21.401 im Jahr 2011 auf 41.395 Fälle im Jahr 2019). Erst im Pandemiejahr 2020 war ein leichter Rückgang festzustellen. 

Illegale Drogen: Cannabis, NpS, Crystal Meth, “Speed”

Die meisten Delikte finden sich - nach illegalen Rauschgiften aufgeteilt -  bei Cannabis. In München beispielsweise drehten sich 2020 knapp 69 Prozent der Delikte um Cannabis. Auf Platz zwei mit knapp 7 Prozent sind die sogenannten "Neuen psychoaktiven Substanzen" (NpS). Das sind meist synthetische Stoffe, die als "Designerdrogen" bezeichnet werden. Auch in Nürnberg haben sich diese laut Polizeipräsidium Mittelfranken inzwischen fest auf dem Rauschgiftmarkt etabliert und bilden mit Cannabis die am stärksten vertretenen Betäubungsmittelarten. 

Drogenhandel im Umbruch: immer mehr online

Insbesondere die synthetischen Betäubungsmittel sind über das Internet verfügbar. Da während der Corona-Pandemie der Straßenverkauf zurückging, befürchtet die bayerische Polizei, dass “Neukunden so erstmals auf die komfortablen Vorzüge des Onlinekaufs und dem Versand an die Packstation aufmerksam geworden sind, diese Bezugsvariante auch zukünftig favorisieren und vermehrt auf synthetische Betäubungsmittel zugreifen werden.” Das Landeskriminalamt spricht von einem "Umbruch" im Drogenhandel: Dieser verlagere sich immer weiter in den virtuellen Bereich.

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