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Wednesday, July 14, 2021

Coronavirus-Pandemie: ++ Viele Kinder verpassen Routineimpfungen ++ | tagesschau.de - tagesschau.de

Liveblog

Stand: 15.07.2021 08:26 Uhr

Wegen der Pandemie verpassen nach UN-Angaben Millionen Kinder Routineimpfungen gegen Infektionskrankheiten. Weitere Corona-Varianten könnten folgen. Erste Impfstofflieferungen haben Haiti erreicht. Alle Entwicklungen im Liveblog.

  • RKI: 1642 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 8,0
  • Millionen Kinder verpassen Routineimpfungen
  • Proteste in Frankreich und Griechenland gegen Corona-Auflagen

08:26 Uhr

New York: Touristen kehren zurück in den Big Apple

Es gibt wieder Schlangen vor den Museen, Restaurants sind ausgebucht und die Ticketpreise steigen. Touristinnen und Touristen kehren zurück nach New York. Zum Leidwesen einiger, die sich an Ruhe und Platz gewöhnt hatten. Aber Millionen fehlender Gäste im Corona-Jahr haben der Stadt schwer zugesetzt: New York braucht den Tourismus, viele Jobs hängen davon ab, berichtet Antje Passenheim.

08:12 Uhr

Impfangebot für Ostsee-Urlauber in Vorpommern

In Vorpommern können sich jetzt auch Urlauberinnen und Urlauber gegen das Coronavirus impfen lassen. Wie ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald erläuterte, bietet der Landkreis solche Impfungen in Zinnowitz und Heringsdorf auf der Ostseeinsel Usedom sowie in den Impfzentren in Greifswald und Pasewalk an. Voraussetzung sei, dass die Auswärtigen in Deutschland privat oder gesetzlich krankenversichert und auch amtlich gemeldet sind. Geimpft werden könne mit dem Präparat von BioNTech/Pfizer sowie dem Mittel von Johnson & Johnson.

07:35 Uhr

Millionen Kinder verpassen Routineimpfungen

Wegen der Corona-Krise sind Millionen Kinder nicht oder ungenügend gegen andere Infektionskrankheiten geschützt. Die Zahl der Kinder, die keine einzige Impfdosis gegen Krankheiten wie Diphtherie, Tetanus oder Keuchhusten erhielten, stieg 2020 weltweit um 3,5 Millionen auf mehr als 17 Millionen an, wie UN-Organisationen in Genf berichteten. Außerdem wuchs die Zahl der verpassten Teilimpfungen.

Geld und Personal für solche Routineimpfungen seien vielerorts zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingesetzt worden, stellten das UN-Kinderhilfswerk UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fest. Eltern seien mit geschlossenen Gesundheitseinrichtungen konfrontiert gewesen. Außerdem hätten manche ihre Kinder nicht impfen lassen, weil sie Sorge hatten, dass sie sich dabei mit dem Coronavirus anstecken könnten. Ausgangssperren waren laut UNICEF und WHO eine weitere Hürde.

06:48 Uhr

Konzertveranstalter will wieder volle Hallen

Nach Ansicht des Konzertveranstalters Semmel Concerts sollten Künstlerinnen und Künstler von September an wieder in vollen Hallen und Konzertsälen auftreten können. Geimpfte und Genesene sollten Veranstaltungen besuchen dürfen, ohne Abstand einzuhalten, sagte Geschäftsführer Dieter Semmelmann der der Nachrichtenagentur dpa. Was dem Veranstalter fehlt, sind verlässliche Perspektiven, um die Live-Auftritte gut vorbereiten zu können. "Wenn die Politik Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, nicht zulassen möchten, dann würden wir das für eine begrenzte Zeit mittragen", sagte Semmelmann. Man dürfe die Branche nicht weiter auf Null fahren, weil sich ein Teil der Bevölkerung nicht impfen lassen wolle. Menschen und Unternehmen müssten wieder eigenverantwortlich handeln können.

Erstes Indoorkonzert des Jahres 2021 im Leipziger Felsenkeller, auf der Bühne: der Musiker Fil Bo Riva. Bild: dpa

06:45 Uhr

Virologe geht von weiteren Corona-Varianten aus

Das Coronavirus wird nach Einschätzung von Experten noch einige Male mutieren. Allerdings geht der Präsident der Gesellschaft für Virologie, Ralf Bartenschlager, davon aus, dass die Zahl der Varianten "überschaubar" bleibt. "Man kann aber nicht seriös sagen, ob wir schon das Ende der Fahnenstange erreicht haben oder noch relevante Mutanten folgen." Je besser sich Viren an den Wirt anpassen, desto geringer sei in der Regel der Schaden für den Wirt, erklärte der Professor für Molekulare Virologie an der Uni Heidelberg. "Aber das kann man nicht immer sagen."

06:41 Uhr

Aiwanger gegen Öffnung von Diskotheken nur für Geimpfte

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat Widerstand gegen den Plan von Ministerpräsident Markus Söder angekündigt, von Herbst an Clubs und Diskotheken möglicherweise nur für vollständig Geimpfte zu öffnen. Der Zutritt zu gesellschaftlichen Bereichen dürfe nicht allein von einer Corona-Impfung abhängig gemacht werden, sagte der Freie-Wähler-Chef der "Augsburger Allgemeinen". Es dürfe nicht passieren, dass am Ende nur Geimpfte an einer Hochzeit teilnehmen, in einen Reisebus einsteigen oder ins Hallenbad gehen können, sagte er. Dann drohe eine Zwei-Klassengesellschaft. "Die 3G-Strategie, die Geimpften, Getesteten und Genesenen den Zugang ermöglicht, ist hier der bessere Weg."

06:38 Uhr

Transatlantik-Koordinator für Ende der US-Einreiseregeln

Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung hofft mit Blick auf das Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Joe Biden auf eine Verständigung zu den US-Einreisebeschränkungen. "Die USA sollten ihre Corona-Einreisebeschränkungen für den Schengen-Raum lockern", sagte Peter Beyer der "Rheinischen Post". Vor allem deutsche Wirtschaftsvertreter sollten wieder in die USA reisen dürfen - wenn sie den vollen Impfschutz hätten und die pandemische Lage es erlaube. "Das ist wichtig für den transatlantischen Neustart", sagte Beyer.

Die EU hat entschieden, dass Reisende aus den Vereinigten Staaten wieder leichter in die Europäische Union einreisen können. In die umgekehrte Richtung gelten aber nach wie vor strenge Auflagen.

06:35 Uhr

Proteste in Frankreich und Griechenland

In Frankreich und Griechenland haben Tausende Menschen gegen die jüngsten Corona-Maßnahmen ihrer Regierungen protestiert. Die Demonstrierenden kritisierten unter anderem die Einführung einer Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte. In der französischen Hauptstadt Paris setzte die Polizei Tränengas gegen die Protestierenden ein. 

Protest gegen die neuen Corona-Auflagen der französischen Regierung: Etwa 2250 Menschen gingen in Paris auf die Straßen, landesweit protestierten am Nationalfeiertag etwa 19.000 Menschen gegen die neuen Corona-Regeln. Bild: AFP

Auch in Griechenland protestierten Tausende Menschen gegen die verschärften Corona-Auflagen. Im Zentrum der Hauptstadt Athen versammelten sich nach Polizeiangaben am etwa 4000 Demonstrierende. Sie skandierten: "Wir sagen Nein!". Sie forderten den Rücktritt der Regierung.

05:07 Uhr

Ärztekammer: Ungeimpfte sollen Tests selbst bezahlen

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat sich dafür ausgesprochen, Impfverweigerern ab dem Herbst keine kostenlosen Corona-Tests mehr anzubieten. "Wenn bis zum Ende des Sommers alle die Chance für eine vollständige Impfung bekommen haben, ist es angemessen, dass Ungeimpfte Schnell- oder PCR-Tests selbst bezahlen müssen, wenn sie in den Urlaub fahren, ins Restaurant oder ins Kino gehen wollen", sagte Reinhardt dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Es darf eben am Ende nicht so sein, dass die Gemeinschaft für den Impfunwillen Einzelner aufkommen muss", sagte Reinhardt. Die Politik solle schon jetzt klarstellen, "dass es auf Dauer immer mehr Nachteile für Ungeimpfte geben wird", so der Ärztepräsident.

04:48 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 8,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut sprunghaft gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie bei 8,0 - gestern betrug der Wert 7,1, und davor 6,5. Beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli waren es noch 4,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1642 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.25 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 970 Ansteckungen gelegen.

04:48 Uhr

Erste Impfstofflieferung erreicht Haiti

In Haiti sind über das UN-Impfprogramm Covax die ersten 500.000 Dosen Corona-Impfstoff angekommen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte. Bei dem Vakzin des Herstellers Moderna handelte es sich demnach um eine Spende der USA. Bisher wurde in dem armen Karibikstaat noch gar nicht gegen das Coronavirus geimpft. Die Infektionszahlen nahmen zuletzt deutlich zu.

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