Stand: 20.07.2021 06:30 Uhr
Keine zwei Wochen mehr, dann beginnt offiziell das neue Ausbildungsjahr. Rund 4.000 Plätze sind in Hamburg noch frei. Firmen und angehende Azubis kommen aber immer noch schwerer zusammen als vor der Pandemie.
Dass Corona viele Branchen völlig unerwartet getroffen hat, sorge bei Bewerberinnen und Bewerbern für Verunsicherung. Wie sicher sei später der Job, wenn man jetzt eine Ausbildung anfange, die mit Tourismus und Reisen zu tun hat? In dem Bereich ist allerdings auch die Zahl der Ausbildungsplätze gesunken. Beispiel Hotelfachfrau und -mann: 130 sind es in diesem Jahr. - 2019 waren es in Hamburg noch doppelt so viele.
Die Arbeitsagentur und die Kammern fordern Unternehmen auf, den Fachkräftemangel von morgen heute mit Ausbildung zu bekämpfen. Gleichzeitig gibt es jedoch gegenüber dem Sommer 2019 in Hamburg rund 20 Prozent weniger Ausbildungsplätze.
Ausbildungsbereitschaft im Handwerk wieder hoch
Zumindest im Handwerk habe man laut der Kammer aber die "Corona-Kurve" gekriegt. Die Ausbildungsbereitschaft sei demnach wieder hoch. Gesucht werden beispielsweise angehende Klimatechnikerinnen und Klimatechniker sowie Maurerinnen und Maurer. Der Bedarf sei groß - die Auftragsbücher seien seit Monaten voll.
2022 schon über 400 freie Ausbildungsplätze
2021 zählt Hamburgs Handwerk noch mehr als 600 freie Ausbildungsplätze. Für 2022 sind es schon mehr als 400. Wer unsicher sei und noch einen Ausbildungsplatz suche, könne sich auch in den Sommerferien von der Jugendberufsagentur beraten lassen. Wer zum 1.8. keinen passenden Ausbildungsplatz findet, könne bei vielen Unternehmen auch im September oder Oktober noch einsteigen und mit der Ausbildung beginnen.
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Ausbildungsmarkt: 20 Prozent weniger Plätze und doch viele frei - NDR.de
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